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17.01.2002

14:46 Uhr

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Microsoft nimmt Geschäftskunden ins Visier

Der Softwaregigant Microsoft setzt in Zukunft verstärkt auf Business-Software. Microsoft-Chef Steve Ballmer will vor allem mehr Computer-Programme an bisherige Kunden von Sun Microsystems und Oracle verkaufen. So sollen die sinkenden Umsätze bei den Windows-Programmen ausgeglichen werden, die durch den weltweit schrumpfenden Absatz bei Personal Computern entstehen.

dpa LAKE BUENA VISTA/HAMBURG. "Das ist ein kritischer Geschäftsbereich für uns, wenn man bedenkt wo wir bisher unser Know-how, unser Geld und unsere Leute eingesetzt haben", sagte Ballmer am Mittwoch (Ortszeit) in Lake Buena Vista (Florida). "Wir haben schon einige Fortschritte gemacht, aber wir müssen noch viel mehr tun."

Microsoft bietet Programme für Computer-Server, mit denen Netzwerke, Websites oder Datenbanken betrieben werden, die weniger kosten als die Produkte von Konkurrenten wie Sun, IBM oder Oracle. Nach Ansicht mancher Experten bieten die Microsoft-Produkte allerdings auch nicht die Stabilität und Funktionalität der Konkurrenzprodukte. Die niedrigeren Preise könnten nun nach Ansicht mancher Analysten dafür sorgen, dass Unternehmen auf Mircosoft-Produkte umsteigen, weil sie wegen der augenblicklichen US-Konjunkturkrise Geld sparen müssen.

"Ballmer bemüht sich sehr aggressiv um die Geschäftskunden, und das hilft ihm, seine Software gut zu verkaufen", sagte Paul Davis, Technischer Direktor der Dresdner RCM Global Investors, die im vergangenen September im Besitz von rund 25 Millionen Microsoft-Aktien war.

Die Microsoft-Aktie hat im vergangenen Jahr 30 % zugelegt, während Oracle-Papiere 47 % und Sun Microsystems 61 % verloren. Ein Grund für den starken Anstieg des Microsoft-Kurses waren die Fortschritte Ballmers, im Kartellrechtsverfahren eine außergerichtliche Einigung zu erreichen. Microsoft wird vorgeworfen, seine monopolähnliche Marktstellung auszunutzen, um Konkurrenten vom Markt zu drängen.

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