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01.02.2011

13:58 Uhr

Microsoft-Partner

Schnupperangebote für die Cloud

Microsoft wirbt weiter offensiv für seine Cloud-Angebote. Mit der „Countdown“-Kampagne bieten drei Microsoft-Partner ihre Windows-Server in der Cloud bis zum 30. Juli 2011 kostenlos an. Laut Bitkom-Präsident Scheer ist Cloud Computing "mehr als nur eine Technologie".

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer: Rückkehr der Großrechner. Reuters

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer: Rückkehr der Großrechner.

HB DÜSSELDORF. Kunden, die bei den Microsoft-Partnern IPX-Server, Simple-ASP oder Webmaxx einen einjährigen Servicevertrag abschließen, können Windows Server aus der Cloud bis Mitte des Jahres kostenlos nutzen, teilt Microsoft auf seiner Website mit.

Ab dem 1. Juli 2011 kosten die Cloud-Server der Firmen IPX Server, Simple-ASP und Webmaxx je nach Angebot zwischen 20 und 25 Euro. Die Angebote gelten jeweils bei Abschluss eines Vertrags mit 12 Monate Laufzeit.

Beim Cloud Computing erfolgt die Nutzung von IT-Leistungen in Echtzeit über Datennetze (in der "Wolke") anstatt auf lokalen Rechnern. Die Technologie wird sich laut dem IT-Branchenverband Bitkom innerhalb weniger Jahre zu einem Milliarden-Markt mit einer hohen standortpolitischen Bedeutung für die deutsche Wirtschaft entwickeln.

Nach einer Studie der Experton Group für den Bitkom wird der Umsatz mit Cloud Computing in Deutschland von 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 8,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Das Umsatzwachstum liegt bei durchschnittlich 48 Prozent pro Jahr. In fünf Jahren werden etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben auf diese Technologie entfallen.

In Cloud Computing sieht Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer "mehr als nur eine Technologie". Server und Einzelrechner hätten heute oft nur eine geringe Auslastung - durch Cloud Computing kommt daher die "Rückkehr der Großrechner", so Scheer auf einer Pressekonferenz anlässlich der bevorstehenden Computermesse Cebit. Die IT-Branche werde insgesamt um zwei Prozent wachsen.

Unternehmen müssen die technische Infrastruktur nicht mehr als Ganzes kaufen, sondern zahlen nur, was sie auch tatsächlich nutzen. Gerade Fragen des Datenschutzes und der Datensicherheit sorgen bei CIOs allerdings für Zurückhaltung. Auch für Softwarehersteller bringt Cloud Computing neue Herausforderungen: Wurden bislang Lizenzen verkauft, erfolgt die Bezahlung bei Cloud Computing bedarfsorientiert. "Das hat dramatische Veränderungen zur Folge", so Scheer. Cloud Computing ist auch das Leitthema der Cebit, die vom 2. bis 6. März in Hannover stattfindet.

Weltweiter Marktführer bei der Rechenkraft aus der Wolke ist der Online-Händler Amazon. Auch Google, IBM und andere Große IT-Anbieter wie HP und Dell bieten Cloud-Dienste an.

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