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21.01.2002

07:45 Uhr

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Milliardenhilfe für Afghanistan

Afghanistan hat von der internationalen Gemeinschaft Hilfszusagen zum Wiederaufbau in Höhe von mehr als 1,5 Mrd. Dollar erhalten.

dpa TOKIO. Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul sicherte Afghanistan am Montag zum Auftakt der zweitägigen internationalen Geberkonferenz für Afghanistan in Tokio Deutschlands Bereitschaft zu Finanzhilfen für die kommenden vier Jahre in Höhe von 320 Mill. ? (625 Mill. DM) zu.

"Ich stehe vor ihnen als ein Bürger eines Landes, das 20 Jahre lang nichts anderes gesehen hat als Krieg, Brutalität und Verwüstung", sagte der Chef der afghanischen Übergangsregierung, Hamid Karsai, den Vertretern aus rund 60 Staaten. Karsai erinnerte die Delegierten an die Millionen von Menschen in seinem Land, die ihre Kinder nicht zur Schule schicken können und nicht einmal für einfache Krankheiten medizinische Hilfe bekommen.

Karzai warnte, Afghanistan drohe wieder ins Chaos stürzen und eine Quelle für Instabilität für die Welt und die Region zu werden, sollte die internationale Gemeinschaft keine dauerhafte Unterstützung leisten. Die Konferenz zeige, dass die Weltgemeinschaft ein erneutes Straucheln Afghanistans nicht wolle.

Nach den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan benötigt Afghanistan zur Deckung der unmittelbaren Bedürfnisse sofort 1,3 Mrd. Dollar. Es gehe darum, Afghanistan zu helfen, sich selbst zu helfen. In den nächsten fünf Jahren brauche Afghanistan nach Schätzungen zehn Mrd. Dollar. Deutschlands Unterstützung konzentriere sich auf langfristige Programme im Bereich Gesundheit, Erziehung sowie die Errichtung eines unabhängigen Rechtssystems, sagte Wieczorek-Zeul. Dabei wolle man sich besonders für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Beteiligung von Frauen am Entwicklungsprozess einsetzen.

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