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31.05.2000

17:56 Uhr

adn BERLIN. In Deutschland fehlen nach Schätzungen der Wirtschaft 75.000 Computer-Fachkräfte allein bei den Anbietern von Informationstechnologie (IT). Hinzu kommt zusätzlich noch mal mindestens dieselbe Zahl bei den IT-Anwendern. Um diese Lücke zwischen offenen Stellen und geeigneten Bewerbern zu schließen, hat die Bundesregierung am Mittwoch eine so genannte Green-Card-Verordnung beschlossen.

Bereits im November vergangenen Jahres verständigten sich die Bundesregierung und Vertreter der Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie auf ein gemeinsames Sofortprogramm zur Behebung des Fachkräftebedarfs in diesem Bereich. Die Bundesregierung verpflichtete sich, den akuten Mangel an IT-Fachkräften durch die vorübergehende Zulassung ausländischer Experten zu beheben. Im Gegenzug sagten die IT-Firmen verstärke Ausbildungsmöglichkeiten zu.

Erste Zahlen zur Ausgestaltung der Green-Card-Regelung nannte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf der Computermesse CeBIT am 23. Februar in Hannover. Abweichend von seinem Redemanuskript sprach er von einer befristeten Anwerbung von bis zu 20.0000 Spezialisten vor allem aus Indien und Osteuropa. Diese Regelung sollte in das Bündnis für Arbeit eingebettet werden.

Am 18. April wurde ein erster Entwurf zur Green-Card-Regelung vorgelegt, der von vielen Seiten als stark nachbesserungsbedürftig bezeichnet wurde. Vor allem die befristete Ausgabe der Arbeitserlaubnis auf drei Jahre mit der Option auf weitere zwei Jahre geriet in die Kritik. Am 2. Mai 2000 einigten sich bei einem Spitzengespräch im Bundeskanzleramt die Beteiligten auf zahlreiche Einzelheiten der Anwerbung und Beschäftigung von Internet-Spezialisten aus Nicht-EU-Staaten. Am 31. Mai beschloss das Kabinett die neue Verordnung, die zum 1. August 2000 in Kraft treten kann.

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