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08.08.2000

09:05 Uhr

Mittelfristig Handel mit 20 Prozent des deutschen Strombedarfs im Visier

Zweite deutsche Strombörse erfolgreich in Frankfurt gestartet

Um 8.00 Uhr nahmen in Frankfurt 20 Teilnehmer den Handel auf. Anders als in Leipzig verlief der Start reibungslos.

Reuters FRANKFURT. In Frankfurt hat am Dienstag morgen die zweite deutsche Strombörse European Energy Exchange ( EEX ) erfolgreich ihren Handel aufgenommen. Um 08.00 Uhr eröffneten die zunächst gut 20 Teilnehmer den Handel über den so genannten Spotmarkt, dem später auch ein Terminmarkt folgen soll. Die erste Auktion wurde nach Angaben eines EEX-Sprechers bereits abgeschlossen. Läuft alles wie geplant, will die EEX mittelfristig rund 20 % des gesamten deutschen Strombedarfs handeln. Im Juni hatte bereits die Leipzig Power Exchange (LPX) als erste deutsche Strombörse den Handel aufgenommen.

Gehandelt wird hauptsächlich zwischen Energieanbietern, die überschüssigen Strom verkaufen wollen, und Großabnehmern wie Industriebetrieben, die zusätzlich Energie zu einem günstigen Preis erwerben wollen. Langfristig sollten sich jedoch auch kleine Unternehmen an dem Handel beteiligen, teilte die EEX mit.

Der Handel in Frankfurt begann zunächst mit dem Spotmarkt, auf dem Strom über ein Auktionsverfahren in zu liefernden Megawattstunden für den nächsten Tag gehandelt wird. Neben dem Spotmarkt findet auch ein fortlaufender Handel statt, über den die Leistung ganzer Kraftwerke erworben werden kann. Bis 2001 soll außerdem der Terminhandel eingeführt werden. Hier können Strommengen in einem Zeitraum von bis zu 18 Monaten zu einem bestimmten Zeitpunkt und Preis gekauft oder verkauft werden.

In Leipzig war der erste Handelstag von Computerproblemen gekennzeichnet gewesen. Seitdem läuft das Geschäft laut LPX jedoch mit zuletzt rund 7700 verzeichneten Megawattstunden erfreulich. Um technische Probleme zu vermeiden, hatte die EEX das Handeln auf dem Xetra-System mit allen Teilnehmern im Vorfeld getestet.

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