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29.01.2002

19:00 Uhr

Mobilcom baut Netz zunächst allein

Regulierer gegen UMTS-Zugeständnisse

Die Telekom-Regulierungsbehörde hat weitere Zugeständnisse an die sechs UMTS-Lizenznehmer abgelehnt.

slo/Reuters DÜSSELDORF. Es werde keine weiteren ökonomischen Hilfen geben, sagte Matthias Kurth, Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post gestern in Bonn. Er reagierte damit auf anhaltende Forderungen aus der Mobilfunkbranche, die Lizenzbedingungen zu lockern oder sogar zu ändern.

Jedes Unternehmen, das an der Versteigerung teilgenommen habe, habe gewusst, dass die Lizenzen beispielsweise nicht verkauft werden dürften, sagte Kurth. Diese Regel behindert nach Einschätzung zahlreicher Unternehmen die unvermeidliche Konsolidierung in der Branche.

Neben der Deutschen Telekom hatten im Sommer 2000 Vodafone D2, Viag Interkom, E-Plus, Mobilcom sowie Quam (Joint Venture aus der spanischen Telefónica und der finnischen Sonera) eine der UMTS-Lizenzen für jeweils 8,4 Mrd. Euro ersteigert.

Die Regulierungsbehörde hat den Unternehmen bereits erlaubt, teilweise miteinander zu kooperieren und Sende- und Empfangsanlagen für den neuen Mobilfunkstandard UMTS gemeinsam zu nutzen. Auf diese Weise sollen die Kosten für den Netzaufbau um etwa 30 % sinken. Die Deutsche Telekom und die Viag-Interkom-Mutter MMO2 sowie E-Plus und Quam haben eine solche Kooperation bereits vereinbar. Mobilcom und Vodafone D2 wollen die UMTS-Netze zunächst allein aufbauen. Erst zu einem späteren Zeitpunkt könne es zur Zusammenarbeit mit einem anderen Lizenznehmer kommen, heißt es bei den Unternehmen. Der Grund: Die Technik, die die Kooperationen möglich macht, steht voraussichtlich erst im nächsten Jahr zur Verfügung. Ursprünglich hatte Mobilcom mit E-Plus eine UMTS-Netzehe verhandelt, heißt es aus dem Umfeld der Unternehmen. Nach der vereinbarten Kooperation von E-Plus und Quam habe sich Mobilcom allerdings für einen Alleingang entschieden.

25.1.2002

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