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07.08.2000

08:22 Uhr

Moskaus Statthalter bleibt im zweiten Kaukasus-Konflikt umstritten

Ein Jahr nach Kriegsausbruch in Tschetschenien keine Entspannung in Sicht

Am Jahrestag des Kriegsbeginns im russischen Nordkaukasus war die Lage in Tschetschenien am Montag angespannt.

dpa MOSKAU. Durch russische Luftangriffe auf Rebellenlager seien am Wochenende bis zu 160 Kämpfer getötet worden, meldete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den russischen Militärstab. Es gab keine unabhängigen Angaben aus dem Kriegsgebiet.

In der Näher des Wohnhauses des von Moskau eingesetzten Verwaltungschefs für Tschetschenien, Achmed Kadyrow, in dem Dorf Zentoroi wurde ein schwerer Sprengsatz entschärft. Kadyrow sieht sich in dem von Clans geprägten Tschetschenien einer scharfen Opposition ausgesetzt.

Ein einflussreicher Feldkommandeur der Rebellen, Ibragim Chultygow, habe sich den russischen Truppen ergeben und die Waffen niedergelegt, teilte das Militär mit. Chultygow war früher der Chef des Sicherheitsdienstes der abtrünnigen Republik. Nach Einschätzung des russischen Militärs gehört er zu dem "einflussreichsten Kreis der Feldkommandeure". Jedoch sind die Anführer der Rebellen, Schamil Bassajew und der Jordanier Chattab, weiter auf freiem Fuß.

In der Tschetschenien benachbarten Teilrepublik Dagestan hatte vor genau einem Jahr am 7. August mit dem Einfall radikal-islamischer Freischärler aus Tschetschenien der zweite Kaukasus-Krieg begonnen. Seitdem hat Russland zwar den größten Teil Tschetscheniens erobert, kann jedoch seit Monaten keinen endgültigen Sieg über die Rebellen erringen, die einen Partisanenkrieg führen.

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