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26.03.2003

20:30 Uhr

Münchener Rück und US-Börsen belasten

Dax wartet auf neue Signale aus dem Irak

Der Deutsche Aktienindex ist am Mittwoch belastet von Kursverlusten des Indexschwergewichts Münchener Rück und schwächeren US-Börsen mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Insgesamt verhielten sich die Anleger wegen der Unsicherheit über den Fortgang des Irak-Krieges abwartend, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Der deutsche Leitindex schloss mit einem Minus von 2,15 % bei 2579 Punkten. Vor der Bekanntgabe des Geschäftsberichts 2002 verloren Papiere der Münchener Rück 5,8 % auf 75,25 ?. Es gebe Sorgen vor negativen Überraschungen, sagten Händler.

Der Irak-Krieg blieb weiter das bestimmende Thema am Markt. "Ich denke, die Richtung des Marktes kann sich in den kommenden Tagen entscheiden", sagte Peter Lüdke, Aktienhändler bei Merck Finck. Positiv wäre für den Markt, wenn die südirakische Metropole Basra der Kontrolle der irakischen Führung entrissen würde, oder der Widerstand der Eliteeinheit Republikanische Garden schwächer als erwartet ausfallen sollte, sagte Lüdke. "Wenn der Kampf um Bagdad beginnt, könnten wir schnell schlauer sein, wie schmutzig dieser Krieg wird", sagte ein anderer Händler.

Die von den USA geführten Truppen rückten am siebten Kriegstag trotz widriger Witterungsverhältnisse weiter Richtung Bagdad vor. Medienberichten zufolge ist vor allem um die irakische Hauptstadt mit massivem Widerstand der Republikanischen Garden zu rechnen.

Der Ölpreis stieg je Barrel (159 Liter) der Nordseemarke Brent um 0,57 Dollar auf 25,38 Dollar. Am Vortag war der Ölpreis nach Berichten über einen angeblichen Aufstand der Bevölkerung im südirakischen Basra gegen die Truppen von Präsident Saddam Hussein unter 25 Dollar gesunken. Die Kontrolle von Basra in den Händen von US-Truppen oder Aufständischen würde voraussichtlich den Ölexport aus der Region sicherer machen. Am Mittwochabend war die Lage in Basra weiter unklar.

An den Rentenmärkten veränderten sich die Kurse kaum. Der Bund-Futures gewann leicht um neun Ticks auf 113,33 %.

Die Aktien des Einzelhandelskonzerns Metro profitierten weiter vom optimistischen Ausblick des Unternehmens. Metro erwartet nach eigenen Angaben vom Vortag 2003 wieder mehr Gewinn und Umsatz. Bislang leidet die Branche in Deutschland unter massiver Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Metro-Papiere verteuerten sich um 1,8 % 19,85 ?.

Allianz-Papiere litten unter den Befürchtungen um die Ergebnisse des Konkurrenten Münchener Rück und gaben 6,7 % auf 54,00 ? ab.

Im MDax ragte der Einzelhandelsdienstleister Medion mit einem Plus von 5,25 % auf 27,89 ? hervor. Händler verwiesen auf den Verkauf eines preisgünstigen Medion-Computers in einer Sonderaktion bei der Discountkette Aldi. "Da sieht man, wozu das Unternehmen in der Lage ist", sagte ein Händler. Der MDax gewann 0,18 % auf 2843 Zähler, der Technologieindex und Nachfolger des Neuen Marktes TecDax ging mit einem Plus von 0,45 % bei 346 Punkten aus dem Handel.

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