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10.01.2002

15:44 Uhr

Münchener Rück wechselt Spitze der US-Tochter aus

American-Re-Chef Noonan muss gehen

Nach enttäuschenden Ergebnissen wechselt die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft die Führung ihrer defizitären US-Tochter American Re aus. Der bisherige Präsident und Chief Executive Officer der American Re, Edward Noonan, werde das Unternehmen zum 31. März verlassen, teilte der weltgrößte Rückversicherer am Donnerstag in München mit.

Reuters MÜNCHEN. Der 43-jährige Noonan habe das Ziel, mit dem US-Konzern im Jahr 2001 in die Gewinnzone zu kommen, nicht erreicht und die Konsequenzen gezogen, erläuterte ein Sprecher. Sein Nachfolger werde der 54-jährige John Phelan, derzeit Präsident und Direktor der Munich Reinsurance Company of Canada (MROC). Die Spitze der kanadischen Tochter werde der bisherige Vizepräsident Kenneth Irvin übernehmen.

Die Münchener Rück hatte den drittgrößten US-Rückversicherer in der Sparte Nicht-Lebensversicherungen im Herbst 1996 übernommen. Noonan stand seit 1997 an der Spitze der American Re. Erst im November hatte die Münchener Rück ihrer US-Tochter mit einer Kapitalspritze von einer Milliarde Dollar unter die Arme gegriffen. Allein im dritten Quartal 2001 hatte die American Re einen Verlust vor Steuern von 506 Millionen Dollar verbucht, davon 315 Millionen Dollar als Folge der Anschläge vom 11. September. Die American Re sei im vergangenen Jahr aber auch ohne die außerordentlichen Schäden aus den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon unprofitabel gewesen, betonte der Münchener-Rück-Sprecher.

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