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28.01.2005

11:24 Uhr

Münchner Studenten kämpfen gegen Verkehrsstaus

Wenn Computer miteinander reden

VonPatrick Mönnighoff (Handelsblatt)

Lästige Wartezeiten im Stau könnten bald der Vergangenheit angehören. Davon ist zumindest Christian Scherbel, Maschinenbaustudent an der Technischen Universität München (TUM), überzeugt. Gemeinsam mit drei Kommilitonen hat er eine Idee für ein Computerprogramm entwickelt, das die in verschiedenen Autos eingebauten Navigationssysteme miteinander verbindet und somit stets die aktuelle Verkehrslage kennt.

HB DÜSSELDORF. „Überfüllte Straßen oder Ausweichrouten können dann einfach umfahren werden“, sagt Straubel.

Zwar ist es auch für die Münchner Studenten von der Idee bis zum fertigen Produkt noch ein langer Weg. Unterstützung erhoffen sie sich jedoch von BMW Car-IT, einer Gesellschaft, die sich der Entwicklung von innovativer Software für Pkw spezialisiert hat.

Denn zu Beginn des laufenden Wintersemesters hat die 100-prozentige Tochter des Münchner Autokonzerns einen Ideenwettbewerb gestartet, an dem auch die Gruppe um Straubel teilnimmt. Momentan werden die eingereichten Arbeiten von der Jury bewertet. „Die besten drei Konzepte werden später in einem Prototyp umgesetzt“, sagt Thorsten Schmitt, Projektleiter bei BMW Car-IT.

Derartige Projekte sind an der TUM keine Seltenheit. Um den Austausch zwischen Theorie und Praxis noch stärker zu fördern, hat die Hochschule vor rund drei Jahren die UnternehmerTUM GmbH gegründet. Insgesamt 18 Mitarbeiter kümmern sich seitdem darum, Vorträge zu organisieren, Partner aus der Wirtschaft zu gewinnen oder eben Wettbewerbe zu planen.

Allein im vergangenen Jahr haben 750 Studenten an den von UnternehmerTUM angebotenen Kursen und Programmen teilgenommen. „Rund 30 Prozent aller Absolventen der Uni haben zumindest einige unserer Angebote genutzt“, sagt Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Und das aus gutem Grund. Während der Projektphase hat auch Scherbel jede Woche Sonderschichten an der Hochschule eingelegt. „Wir haben dabei viel über Businesspläne, Marktanalysen und Präsentationstechniken gelernt“, erzählt der 21-Jährige.

Ein zusätzliches Engagement, das auch bei Personalern gut ankommt. „Bei solchen Wettbewerben suchen wir natürlich auch potenzielle spätere Mitarbeiter“, sagt Schmitt. Wer früh beweist, dass er motiviert, flexibel und kreativ ist, habe nun einmal später die besten Chancen.

Ein guter Kontakt zur Praxis hat bei der TUM, die bereits 1868 als „Königliche Polytechnische Hochschule“ gegründet wurde, Tradition. Zurzeit sind an der Hochschule über 20 400 Studenten eingeschrieben. Jeder fünfte der angehenden Akademiker stammt aus dem Ausland. Zu den Kernbereichen der Lehre zählen Informatik, Elektotechnik, Maschinenbau sowie Wirtschaftswissenschaften.

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