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07.04.2003

19:27 Uhr

Musik- und Filmpiraterie: 32 Millionen Deutsche können CDs brennen

Musik- und Filmfans setzen zunehmend auf Illegales

Die deutsche Musik- und Filmwirtschaft leidet immer stärker unter digitaler Piraterie und schlägt mit einer Studie über Raubkopierer Alarm. Der massenhafte Herunterladen im Netz von Spielfilmen verursache enormen wirtschaftlichen Schaden für die betroffene Industrie, hieß es in einer am Montag dazu verbreiteten Mitteilung der Filmförderungsanstalt (FFA).

HB/dpa BERLIN. Das Herunterladen von Filmen, die noch nicht im Kino zu sehen sind, und das spätere Brennen haben laut FFA das Verhalten von Kinogängern sowie Videokäufern und-nutzern verändert. Kino- und Videowirtschaft verlören einen Großteil ihrer potenziellen Besucher und Käufer.

Die Musikwirtschaft lebe im dritten Jahr in Folge mit zweistelligen Umsatzrückgängen. Im Jahr 2002 seien 15,5 Millionen Spielfilme aus dem Internet, hauptsächlich illegal, heruntergeladen worden. Insgesamt seien 59 Millionen CD-Rohlinge mit Spielfilmen bespielt worden, mindestens 32 Millionen Deutsche hätten dazu die Möglichkeit.

Von 56 Prozent der Befragten wurden die Downloads auf CD-Rohlinge und von 8 Prozent auf DVD-Rohlinge kopiert. 23 Prozent gaben an, ihre Spielfilme vor dem deutschen Kinostart herunterzuladen. Die Mehrzahl derjenigen, die Spielfilme kopieren bzw. aus dem Netz laden, sind laut Studie zwischen 10 und 29 Jahre alt und gehören damit zur Kernzielgruppe der Kinos.

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