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12.12.2016

06:36 Uhr

Aktien

Bei Dax-Anlegern dominiert die Skepsis für 2017

VonUlf Sommer

PremiumVon Euphorie keine Spur: Dem Jahreshoch zum Trotz billigen 5.000 befragte Kleinanleger und Profis dem Dax für 2017 kein Potenzial zu. Die Furcht vor steigenden Zinsen überwiegt.

Steigende Zinsen könnten 2017 Anleihen attraktiver machen – und ein weiteres Kursplus bei Aktien verhindern. AFP; Files; Francois Guillot

Aktienhändler deutet auf eine Dax-Kurve

Steigende Zinsen könnten 2017 Anleihen attraktiver machen – und ein weiteres Kursplus bei Aktien verhindern.

DüsseldorfWerden Anleger Opfer ihrer eigenen Gier? Die Kurse steigen und steigen, als gäbe es morgen keine Aktien mehr. Heraufziehende Krisen und vermeintliche Hiobsbotschaften wie die Präsidentenwahl in den USA, das Verfassungsreferendum in Italien oder schon zuvor das Brexit-Votum der Briten vermögen den Aufschwung nicht zu stoppen. Im Gegenteil, sie befeuern ihn sogar noch.

Das Erstaunliche: Die Kurse steigen, doch Anleger sehen diese Gefahren durchaus. Denn befragt, wie sie die Börsen im kommenden Jahr einschätzen, äußert sich die Mehrheit skeptisch und taxiert den Dax Ende 2017 im Schnitt nur bei 10.951 Punkten. Das wäre gegenüber dem aktuellen Stand ein...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

12.12.2016, 08:32 Uhr

So,so. "Bei DAX-Anlegern dominiert die Skepsis für 2017". Ich höre mit Staunen, dass sie im Schnitt ein Minus von 2 % erwarten. Warum sie bei solchen Perspektiven nicht sofort alle ihre Aktien verkaufen, bleibt mir ein Rätsel.

Mir gefällt, dass der Artikel die Stimmung der Anleger als Kontraindikator betrachtet. Mit ins Bild gehört aber auch, dass die Stimmungsumfragen einen gewaltigen Schönheitsfehler haben. So wissen wir beispielsweise, dass 55 % der DAX-Werte in den Händen ausländischer Anleger (z.B. angelsächsische Fonds und Pensionskassen) sind. Es sind die Entscheidungen dieses "big money", die die Kurse bewegen. Aber nach ihrer Stimmung befragt werden die deutschen Kleinanleger, die nur Kleingeld mitbringen.

Nicht von der Hand zu weisen ist das Argument, die Zinsen könnten steigen. Aber die Auswirkungen sind nicht so einfach wie beschrieben. Der Anstieg der Zinsen erfolgt nicht einmalig über Nacht. Er ist ein Prozeß, der wahrscheinlich mehrere Jahre dauert. Und während aller Jahre mit einem weiteren Zinsanstieg erleiden die Rentenanleger Verluste. Ob diese Verluste zu Rentenkäufen animieren, wage ich zu bezweifeln. Kurz und gut: Auf einen Hochpunkt gestiegene Zinsen sind Gift für den Aktienmarkt. Aber weiter in Richtung Hochpunkt steigende Zinsen sicherlich nicht.

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