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06.03.2017

16:03 Uhr

Aktienbewertung

Der Dax hat noch Luft nach oben

VonIngo Narat

PremiumSeit acht Jahren steigt das Börsenbarometer – eine beachtliche Hausse. Und er dürfte weiter steigen. Für Anleger sind deutsche Aktien nach wie vor günstig. Langfristig sind beim Dax 33.000 Punkte möglich. Eine Analyse.

Standardwerte sind fair bewertet, sagen Experten. picture alliance/ASSOCIATED PRESS

Börsenanzeige an der deutschen Börse

Standardwerte sind fair bewertet, sagen Experten.

An diesem Montag ist es so weit. Es gibt ein Börsenjubiläum zu feiern, eines, bei dem die Champagnerkorken knallen müssten. Der 6. März ist der achte Jahrestag des Aufschwungs am deutschen Aktienmarkt. Für eine Aktienhausse ist das beachtlich lang. Die gute Nachricht ist: Es kann trotz des reifen Alters weitergehen, es besteht fundierte Hoffnung auf attraktive Erträge in der Zukunft.

Das war vor acht Jahren nicht absehbar – im Gegenteil. Die heißeste Phase der Finanzkrise mit der Pleite der Lehman-Bank ein halbes Jahr zuvor steckte allen Börsianern noch in den Knochen. Wegen der Bankenkrise und Konjunktursorgen rund um den Globus...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

06.03.2017, 17:29 Uhr

Sehr geehrter Herr Narat,

fast alles Ihres Artikels könnte ich unterschreiben. Aber ein Thema haben Sie ausgelassen. Vor einigen Wochen wurden in Ihrem Blatt die Vermögensverwalter der Superreichen interviewt. Zu ihren Goldenen Regeln zählt auch, crashs wenn möglich zu vermeiden. Sie wurden deshalb gefragt, wie man eine Blase erkennen könne. Ihre Antwort: Wenn der Vermögensgegenstand gemessen an seinen Erträgen völlig überteuert ist, dann liegt eine Blase vor. Sie haben sicher gemerkt, dass die Vermögensverwalter auf das KGV abheben.

Also ist die Frage, wo wir ein völlig überzogenes KGV beobachen. Ganz sicher auf dem Rentenmarkt, dort errechnet sich ein mittleres KGV von 1000. Nun muß man wissen, dass die Rentenmärkte ein riesiges Volumen haben. Wenn dort eine Blase platzt, erleiden die Anleger riesige Verluste. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass die anderen Anlageklassen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Dass auch das KGV amerikanischer Aktien weit über dem historischen Durchschnitt liegt, wissen Sie selbst. Und natürlich gibt es noch viele andere Blasen.

Was bleibt ist die Frage nach der Schlußfolgerung. Vielleicht könnten sich die Herren Redakteure von der Fiktion verabschieden, dass ein Portfolio zu 100 % aus Aktien bestehen muß und es Beimischungen anderer Anlageklassen nicht geben darf. Zurück zu Kostolany mit den Schlaftabletten. Sein langjähriger Partner Gottfried Heller meint, dass ein Christenmensch die riesigen Wertschwankungen eines reinen Aktiendepots im Kopf nicht aushält. Er empfiehlt deshalb, 30 % Anleihen (heutzutage cash) beizumischen.

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