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09.05.2016

16:32 Uhr

Aktienreports

Wie Tiefstapler punkten

VonFrank Wiebe

Premium„Das Ergebnis hat die Erwartungen des Marktes übertroffen.“ Diesen Satz wollen die Konzerne hören – und schrauben oftmals Erwartungen im Vorfeld künstlich herunter. Analysten übernehmen diese Meldungen oft ungeprüft.

Bei niedrigen Erwartungen steigt der Kurs auch bei durchschnittlichen Zahlen. dpa

Konzerne nutzen die Abhängigkeit der Analysten

Bei niedrigen Erwartungen steigt der Kurs auch bei durchschnittlichen Zahlen.

New YorkEs ist ein alter Trick, der oft funktioniert: Börsennotierte Unternehmen schrauben die Erwartungen für ihre Quartalsergebnisse nach unten, Analysten übernehmen die Prognosen unkontrolliert – und bei der Vorlage der Geschäftsergebnisse übertreffen die Firmen dann die „Erwartungen des Markts“. Diese Strategie des Tiefstapelns heißt in den USA „Sandbagging“ und war etwa Mitte April bei amerikanischen Banken zu beobachten. Branchenprimus JP Morgan legte als Erster Quartalszahlen vor. Sie waren besser als noch Ende Februar befürchtet. Ergebnis: Die Aktien der gesamten Branche legten deutlich zu.

Hätte das Tiefstapeln von den Analysten nicht entlarvt werden müssen? „Die meiste Zeit hören die Analysten...

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