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26.02.2015

13:35 Uhr

Anlagestrategie

Bonds ohne Gütesiegel

VonAndrea Cünnen

PremiumDer Anlagenotstand zwingt zu mehr Risiko. Deshalb kaufen Investoren immer häufiger Bonds ohne Rating der großen Agenturen. Mit Infineon plant nun der nächste Dax-Konzern eine entsprechende Emission.

Anleihen über 800 Millionen Euro sind geplant. dpa

Infineon-Logo in der Zentrale bei München

Anleihen über 800 Millionen Euro sind geplant.

FrankfurtPreisfrage: Was haben der Sportartikelhersteller Adidas, der Baukonzern Hochtief, der Generikahersteller Stada, der französische Kunststoffverarbeiter Plastic Omnium, der italienische Spirituosenhersteller Campari und der Autozulieferer Mahle gemeinsam? Sie verzichten auf ein Bonitätsrating der großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch – und haben dennoch Anleihen über je mehrere Hundert Millionen Euro begeben. Das will als prominentes Beispiel jetzt auch der Chiphersteller Infineon. Das Unternehmen war bis Mittwoch auf Roadshow und plant eine Anleihe ohne Bonitätssiegel der Agenturen. Begeben werden könnte sie schon heute, Infineon will sich im Vorfeld dazu aber nicht äußern.

So legen deutsche Haushalte an

Bargeld und Einlagen

Den größten Anteil am Vermögen der deutschen Privathaushalte haben traditionell Bargeld und Einlagen. Das Banksparen – also beispielsweise Girokonten oder Tagesgeld – hat sogar an Beliebtheit zugelegt. 2014 machte der Posten einen Anteil von 39,2 Prozent am Gesamtvermögen aus. 2001 lag dieser Anteil noch bei 34,9 Prozent.

Quelle: Deutsche Bundesbank

Versicherungen

Versicherungen machen den zweitgrößten Posten in der Vermögensstruktur der deutschen Haushalte aus. Zu diesem Posten zählen auch die Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen. 2014 lag der Anteil der Versicherungen am Haushaltsvermögen bei 38,2 Prozent, er ist damit im Vergleich zu Aktien und Fonds gestiegen. 2001 lag der Anteil noch bei 30,8 Prozent.

Andere Fonds

Fonds die nicht ausschließlich in Aktien investieren, sind bei den deutschen Anlegern eher gefragt. 5,8 Prozent machte ihr Anteil 2014 aus. Trotzdem ist der Wert seit 2001 zurückgegangenen, damals lag er noch bei 8,4 Prozent.

Sonstige Anteilsrechte

Der Anteil sonstiger Anteilsrechte am Vermögen ist ebenfalls zurückgegangen. Zu diesem Posten zählen auch Aktien, die nicht an einer Börse notiert sind. 2001 machten sonstige Anteilsrechte noch 9,4 Prozent am Gesamtvermögen aus. 2014 lag der Anteil bei lediglich 5,4 Prozent.

Aktien

Das in Aktien investierte Vermögen der deutschen Haushalte ist über die Jahre zurückgegangen. 2014 legten die deutschen Haushalte 4,5 Prozent ihres Vermögens in Aktien an. 2001 lag der Anteil noch bei 5,8 Prozent.

Anleihen

Die Renditen für Anleihen sind im aktuellen Niedrigzinsumfeld unattraktiv. Die Haushalte reagieren darauf und investieren deutlich weniger in die Wertpapiere. 2001 lag der Anteil der Anleihen am Haushaltsvermögen noch bei 6,3 Prozent. Im vergangenen Jahr ging die Quote auf 3,4 Prozent zurück.

Aktienfonds

Auch die indirekte Anlage in Aktien durch Aktienfonds hat an Beliebtheit verloren. Nur 2,8 Prozent des Gesamtvermögens investierten die Haushalte in Aktienfonds. 2001 lag der Wert noch bei 2,9 Prozent.

Klar ist,...

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