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01.04.2017

10:40 Uhr

Pro & Contra

Brauchen wir noch aktive Fondsmanager?

VonSusanne Schier, Robert Landgraf

PremiumFondsmanager braucht kein Mensch. Anleger schon gar nicht. Sie kosten nur Nerven und hohe Provisionen. Oder gibt es sehr wohl gute Gründe, auf die Anlageprofis zu vertrauen? Zwei Handelsblatt-Redakteure argumentieren.

Investieren besser mit oder ohne die Dienste von Fondsmanagern? gms

Investmentfonds

Investieren besser mit oder ohne die Dienste von Fondsmanagern?

Pro: Erfahrung zählt

Eine Auswahl zu treffen, statt nur auf den Index zu setzen, kann sich auszahlen, meint Susanne Schier.

Die Vorwürfe an die aktiven Fondsmanager lauten immer gleich: Die Renditen sind zu schlecht – so schlecht, dass selbst Affen, die eine Aktienauswahl treffen, indem sie Dartpfeile auf den Kursteil einer Zeitung werfen, besser abschnitten. Doch die Anlageprofis unter Generalverdacht zu stellen ist Unsinn.

Zwar ist sicher richtig, dass es aktive Fondsmanager nicht immer schaffen, die wichtigen Indizes wie den Dax, den Euro Stoxx 50 oder den S&P 500 zu schlagen. Gerade nach den US-Wahlen im vergangenen November haben viele...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

27.03.2017, 15:34 Uhr

Sehr geehrte Redakteure,

sehen wir die Welt einmal aus der Brille der Fondsmanager. Sie haben als Vorgabe eine "benchmark" (Index), die Sie wenigstens erreichen oder vielleicht sogar schlagen sollen. Aber allwissend sind unsere Fondsmanager natürlich nicht. Und Ihr Mandat behalten würden sie auch gerne. Deshalb orientieren sie sich sehr eng an ihrer benchmark und weichen nur minimal von ihr ab. Das gilt auch für Baisse-Phasen. Die benchmark ist das Maß aller Dinge, von ihr abzuweichen kann den Job kosten.

Die Statistik sagt, dass 90 % der aktiv gemanagten Fonds ihre benchmark verfehlen. Damit ist gleichzeitig zum Ausdruck gebracht, dass 10 % der Fondsmanager "Könner" und ihr Geld wert sind. Nur ob dies auch dauerhaft für beispielsweise 10 Jahre gilt, wage ich zu bezweifeln.

Angesichts dieser Zahlen kann jeder selbst entscheiden, ob die hohen Fondsgebühren für ihn Sinn machen. Aus meiner Sicht: Hohe jährliche Verwaltungsgebühren würde ich vielleicht zur Not noch akzeptieren. Einen Ausgabeaufschlag ganz sicher nicht.

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