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17.11.2016

06:00 Uhr

Cum-Cum-Geschäfte

Eklat im Steuerstreit

VonSönke Iwersen, Volker Votsmeier

PremiumEin Schreiben aus dem Bundesfinanzministerium billigt steuergetriebene Aktiengeschäfte der Banken. Die Finanzbranche und ihre Berater applaudieren dem Ministerium. NRW-Finanzminister Walter-Borjans schäumt.

Die Richter hatten im August 2015 Cum-Cum-Geschäfte als unzulässig bezeichnet. dpa

Bundesfinanzhof

Die Richter hatten im August 2015 Cum-Cum-Geschäfte als unzulässig bezeichnet.

DüsseldorfNorbert Walter-Borjans kann seinen Zorn kaum zügeln. „Wir wurden überstimmt – gegen unseren eindeutigen Widerstand“, sagt der nordrhein-westfälische Finanzminister. „Ich vermute, dass einige Länder wie etwa Hessen als Bankenstandort das Schreiben nun dankend zur Kenntnis nehmen und Nägel mit Köpfen machen.“

Das Schreiben, das Walter-Borjans so aufbringt, stammt aus dem Bundesfinanzministerium und dreht sich um sogenannte Cum-Cum-Geschäfte. Beteiligte hatten dabei über Jahre hinweg kurz vor dem Ausschüttungstermin deutsche Aktien ausländischer Investoren geliehen und sich die Kapitalertragsteuer erstatten lassen.

Der Hintergrund: Ausländische Anleger müssen auf ihre Dividenden pauschal Steuern in Deutschland zahlen, haben aber keinen vollen Erstattungsanspruch. Die Kurzleihe umging...

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