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04.11.2015

12:56 Uhr

Deutsche Bank

Ein Lehrstück schlechter Aktionärspolitik

VonUlf Sommer

PremiumSich auf einen Schlag eine so lange Dividenden-Durststrecke aufzuerlegen wie die Deutsche Bank, das haben nicht einmal schwerere Sanierungsfälle wie einst Thyssen-Krupp und die Commerzbank gewagt. Aus gutem Grund. Eine Analyse.

„Aktionäre sind dumm und frech“, behauptete Anfang des 20. Jahrhunderts der Bankier Carl Fürstenberg. „Dumm, weil sie ihr Geld anderen Leuten ohne ausreichende Kontrolle anvertrauen, und frech, weil sie Dividenden fordern, also für ihre Dummheit auch noch belohnt werden wollen.“ Die vor über 100 Jahren so auf den Punkt gebrachte Gier nach Dividenden hat nichts an Aktualität verloren. Nur dumm und frech sind Aktionäre deshalb noch lange nicht.

Läppische 20 Cent Dividende reichten diese Woche aus, um die gebeutelte Commerzbank-Aktie zum Gewinner an der Börse zu machen. Als Bankchef Martin Blessing überraschend seinen Rücktritt erklärte und einen um neun...

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