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27.07.2016

14:00 Uhr

Italienische Banken

Ein fataler Regelbruch

PremiumDie italienische Regierung will den bedrohten Finanzinstituten mit Steuergeldern helfen – und private Kapitalgeber verschonen. Für die Bankenunion wäre das ein fatales Signal. Ein Gastbeitrag von Ifo-Chef Clemens Fuest.

Clemens Fuest ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen und Präsident des Ifo-Instituts. Imago [M]

Der Autor

Clemens Fuest ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen und Präsident des Ifo-Instituts.

Dürfen die mit faulen Krediten belasteten Banken in Italien mit Steuergeldern saniert werden? Lange Zeit war diese Art der Bankenrettung üblich, auch in Deutschland. Eine der Lehren aus der Finanzkrise besteht aber darin, dass die Abwälzung von Bankenverlusten auf die Steuerzahler aufhören muss. Deshalb setzen die Vorschriften der Europäischen Bankenunion Staatshilfen für kriselnde Banken enge Grenzen. Sie sind erst zulässig, nachdem private Kapitalgeber Verluste in Höhe von mindestens acht Prozent der Bilanzsumme übernommen haben. Ausnahmen sind möglich, etwa bei einer Krise, die das gesamte Bankensystem der Euro-Zone bedroht. Im Fall der italienischen Bankenkrise kann davon aber keine Rede sein. Die...

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