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29.01.2017

20:00 Uhr

Londons Banken und die Brexit-Folgen

Betteln und drohen

VonKatharina Slodczyk

PremiumMit einer neuen Charmeoffensive kämpft die britische Finanzbranche bei der europäischen Politik darum, schmerzliche Brexit-Folgen abzuwenden. Doch die wird sich mit Unterstützung schwer tun. Denn Londons Banken haben viel Vertrauen verspielt. Eine Analyse.

London ist grundsätzlich ein teurer Standort.  dpa

Londoner Bankenviertel Canary Wharf

London ist grundsätzlich ein teurer Standort. 

In Westminster sind die Banker gescheitert. Der Londoner Finanzbranche ist es nicht gelungen, die britische Regierung von ihrer enormen ökonomischen Bedeutung zu überzeugen, um schmerzliche Brexit-Folgen abzuwenden. Premierministerin Theresa May hat andere Prioritäten. Sie nimmt in Kauf, dass die Geldhäuser die Rechtsgrundlage verlieren, um von London aus in ganz Europa Geschäfte machen zu können: das sogenannte Passporting.

Jetzt folgt der nächste Versuch der Branche, Politiker und Beamte zu umgarnen – diesmal nicht nur in Großbritannien, sondern in ganz Europa. Diese Charmeoffensive ist ausgefeilter und mit einem guten Argument unterlegt, viel erfolgreicher wird sie aber wohl nicht sein.

Das Kernargument lautet:...

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