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19.05.2015

20:00 Uhr

Rainer Neske

Der Wertvolle

VonDaniel Schäfer , Laura de la Motte

PremiumDer Deutsche-Bank-Manager verlässt seine berufliche und emotionale Heimat. Er konnte den Verkauf der Postbank und den Verlust von 14 Millionen Kunden nicht nachvollziehen – und räumt seinen Posten.

Dass man der Deutschen Bank den Rücken kehrt ohne Verbindungen zum Minenfeld Investmentbanking, zeigt Rainer Neske. Der Privatkunden-Vorstand galt als Gegenspieler zu Anshu Jain und konnte die neuausgerufene Strategie nicht mittragen. Viele Verbündete hatte der Privat- und Firmenkundenchef im obersten Führungsgremium ohnehin nicht mehr gehabt. Doch mit seiner Opposition gegen die geplante neue Strategie, die den Verkauf der Postbank vorsieht, war der Westfale zum Schluss isoliert. Nach 25 Jahren kehrte er der Bank nach der schon legendär gewordenen Hauptversammlung im Sommer 2015 den Rücken. Seit November vergangenen Jahres steht Neske nun der Landesbank Baden-Württemberg vor. dpa

Rainer Neske

Dass man der Deutschen Bank den Rücken kehrt ohne Verbindungen zum Minenfeld Investmentbanking, zeigt Rainer Neske. Der Privatkunden-Vorstand galt als Gegenspieler zu Anshu Jain und konnte die neuausgerufene Strategie nicht mittragen. Viele Verbündete hatte der Privat- und Firmenkundenchef im obersten Führungsgremium ohnehin nicht mehr gehabt. Doch mit seiner Opposition gegen die geplante neue Strategie, die den Verkauf der Postbank vorsieht, war der Westfale zum Schluss isoliert. Nach 25 Jahren kehrte er der Bank nach der schon legendär gewordenen Hauptversammlung im Sommer 2015 den Rücken. Seit November vergangenen Jahres steht Neske nun der Landesbank Baden-Württemberg vor.

FrankfurtAm Ende sah Rainer Neske im Vorstand der Deutschen Bank keine Zukunft mehr. Viele Verbündete hatte der Privat- und Firmenkundenchef im obersten Führungsgremium ohnehin nicht mehr gehabt. Doch mit seiner Opposition gegen die geplante neue Strategie, die den Verkauf der Postbank vorsieht, war der Westfale zum Schluss isoliert.

 Einsamkeit in der obersten Führungsetage war der 50-jährige Deutschbanker seit der Machtübernahme der Co-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen vor drei Jahren zwar gewohnt. Doch es kratzte zu sehr am Stolz des  Bankers, dass sein Herrschaftsgebiet der vergangenen zwölf Jahre durch den neuen Kurs halbiert werden soll: Mit der...

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