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11.08.2016

18:30 Uhr

Strafzinsen bei Banken

Draghis Angriff auf die deutschen Sparer

VonElisabeth Atzler, Yasmin Osman, Joachim Hofer

PremiumKapitalismus absurd: Die Raiffeisenbank Gmund kassiert Strafzinsen von Privatkunden. Der Tabubruch ist die Antwort auf die Nullzinspolitik der EZB. Noch beschwichtigen andere Banken, doch das Beispiel könnte Schule machen.

Seit dem Frühjahr müssen Banken 0,4 Prozent Gebühren zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken wollen. Reuters

Mario Draghi

Seit dem Frühjahr müssen Banken 0,4 Prozent Gebühren zahlen, wenn sie Geld bei der Europäischen Zentralbank parken wollen.

Frankfurt/MünchenAuf Mario Draghi sind die deutschen Banken nicht gut zu sprechen. Denn der Chef der Europäischen Zentralbank verlangt seit dem Frühjahr 0,4 Prozent Gebühren, wenn die Banken Geld bei der EZB parken wollen. Damit will der Italiener die Geldhäuser dazu zwingen, mehr Kredite zu vergeben. Doch stattdessen sorgt er für Verluste bei den Banken, da diese von Einlagen überflutet werden, aber nicht genügend Kreditnehmer finden.

Draghis schmerzhafte Geldpolitik sorgt nun für den Tabubruch: Erstmals traut sich ein Institut, die Strafzinsen der EZB an seine Privatkunden weiterzureichen. Ab September verlangt die kleine Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee für Beträge von mehr...

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