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13.06.2017

06:10 Uhr

Streit um Euro-Clearing

Der große Preis von London

VonMichael Brächer, Jan Mallien

PremiumNoch wickeln Investoren ihre Derivatedeals in London ab. Doch bei einem Brexit könnte das Euro-Clearing aufs Festland wandern. Es geht um Milliardengeschäfte, viele Jobs und die Stabilität des Finanzsystems.

Zieht das Clearing ab, könnten Zehntausende Jobs verschwinden. Getty Images

Blick auf die Londoner City

Zieht das Clearing ab, könnten Zehntausende Jobs verschwinden.

FrankfurtWenn Banker vom Clearing sprechen, nennen sie es oft das Rohrwerk („Plumbing“) des Finanzsystems. Gemeint ist die Verrechnung von Wertpapiergeschäften. Normalerweise gilt für das Clearing dasselbe wie für den Abfluss: Solange alles funktioniert, interessieren sich allenfalls Fachleute dafür. Doch das hat sich geändert, seit die Briten die EU verlassen wollen.

Der große Preis von London: Denn beim Euro-Clearing geht um ein lukratives Geschäft, Zehntausende Jobs – und letztlich um die Stabilität des Finanzsystems. Die Fronten sind abgesteckt: Das britische Clearinghaus LCH will trotz Brexit weiter auf Euro lautende Derivategeschäfte abwickeln – Politiker und Aufseher in der EU liebäugeln damit,...

Kommentare (3)

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Herr Lothar Bitschnau

13.06.2017, 09:28 Uhr

Das Euro Clearing außerhalb der EU, in einem Land das den Euro ablehnte ?
Absurd !!
Was würden wohl die Engländer meinen, wenn es umgekehrt wäre?
Fatal, wenn wieder einmal die Spezialstrategen der EU eine "beiderseitig gute Lösung" finden.

Herr Lothar Bitschnau

13.06.2017, 10:26 Uhr

Apropos: Die Spezialgeschäfte des "Dividenden Clearings" - "Cum Ex" - wurden ja auch vornehmlich in der Londoner City abgewickelt und haben Deutschland rund € 12 Mrd. gekostet.

Herr Lothar Bitschnau

13.06.2017, 11:57 Uhr

Lt. comdirect ist die schweizer UBS Group AG jetzt größter Anteilseigner der
Deutschen Bank mit 10,58% ?

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