Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.12.2015

07:44 Uhr

Zinsschraube

EZB-Schritt wird teuer für Banken

VonElisabeth Atzler

PremiumDer höhere Strafzins, den die Europäische Zentralbank beschlossen hat, kostet die Geldhäuser 1,4 Milliarden Euro – wenn sie nicht reagieren. Denn die können selber an der Zinsschraube drehen.

Für Banken gelten Strafzinsen, für Privatanleger sind Negativzinsen noch tabu. dpa

Bankentürme in Frankfurt

Für Banken gelten Strafzinsen, für Privatanleger sind Negativzinsen noch tabu.

FrankfurtUm 0,10 Prozentpunkte hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Strafzins Ende vergangener Woche erhöht. Damit müssen Kreditinstitute nun 0,3 Prozent pro Jahr berappen, wenn sie über Nacht Geld bei der Notenbank parken. Dieser Schritt kostet die deutschen Banken 1,4 Milliarden Euro im Jahr – wenn sie nicht ihrerseits die Tagesgeldzinsen für Privatanleger und Firmenkunden weiter senken. Das hat die Beratungsfirma Barkow Consulting für das Handelsblatt berechnet.

Damit trifft der EZB-Schritt die Geldhäuser empfindlich. „Die Summe ist hoch. Sie entspricht sieben Prozent des Vorsteuergewinns der Banken in Deutschland im Jahr 2014“, konstatiert Peter Barkow. Auch Bankenprofessor Hans-Peter Burghof erkennt...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×