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03.07.2017

06:45 Uhr

Draghi schreckt Anleihemärkte auf

Wenige Worte, große Wirkung

VonAndrea Cünnen

PremiumEZB-Präsident Mario Draghi stimmt Investoren auf den Anfang vom Ende der Anleihekäufe ein. Die Folge sind Kursverluste am Rentenmarkt – und das in sehr kurzer Zeit. Viele Anleger wurden auf dem falschen Fuß erwischt.

Der EZB-Präsident ist zuversichtlich, dass der Zielwert der Inflationsrate in absehbarer Zeit wieder erreicht wird. Corbis News/Getty Images

Mario Draghi

Der EZB-Präsident ist zuversichtlich, dass der Zielwert der Inflationsrate in absehbarer Zeit wieder erreicht wird.

FrankfurtMit dieser heftigen Reaktion hat Mario Draghi wohl selbst nicht gerechnet. Seit der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Dienstag beim jährlichen Treffen der Notenbanker im portugiesischen Sintra das Wort ergriffen hat, spielen die Märkte verrückt. Investoren sprechen von einem „kleinen Ausverkauf“ am Anleihemarkt, und der Euro ist binnen einer Woche in der Spitze um mehr als zwei Cent auf bis zu 1,1445 Dollar gestiegen – den höchsten Stand seit April vergangenen Jahres.

Am Anleihemarkt sackten die Kurse ab. Die Rendite der weltweit im Fokus der Investoren stehenden zehnjährigen Bundesanleihe stieg in wenigen Tagen von 0,25 auf bis...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

03.07.2017, 13:39 Uhr

Sehr geehrte Frau Cünnen,

Mit "Wenige Worte, große Wirkung" haben Sie Ihren Artikel überschrieben. Ich wäre eher für "Sturm im Wasserglas". Das Wasserglas besteht anscheinend darin, dass Notenbanker und andere hochmögende Herren über den künftigen Kurs der Geldpolitik diskutieren. Anscheinend heißt die Losung "irgendwann muß irgendwas getan werden". Und der Sturm? Ja dass die Rendite der 10jährigen Bundesanleihe auf 0,48 % in die Höhe schießt, ist eine riesige Gefahr. Was soll erst werden, wenn die Rendite einmal auf 0,50 % steigt? Nicht auszudenken!

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