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09.02.2017

06:31 Uhr

Investoren warnen vor EU-Zerfall

Die Angst vor dem Chaos

VonAndrea Cünnen, Thomas Hanke, Jan Mallien

PremiumDas Gespenst des Populismus geht um in Europa. Investoren sorgen sich, dass die EU-Gegner in Frankreich und Italien an die Macht kommen. Der Zusammenhalt der Euro-Zone steht auf dem Spiel – und die Stabilität der Märkte.

Die Chefin der Partei Front National will ihr Land aus der Euro-Zone herauslösen. AP

Marine Le Pen

Die Chefin der Partei Front National will ihr Land aus der Euro-Zone herauslösen.

Frankfurt, ParisFrankreichs Finanzminister Michael Sapin ist alarmiert. Bei einem Mittagessen in Paris mit Journalisten warnte er in dieser Woche alle Investoren, die möglicherweise auf einen Sieg der rechtsradikalen Marine Le Pen bei der Präsidentschaftswahl im Mai und danach auf das Auseinanderbrechen der Euro-Zone wetten: Le Pen werde „niemals gewählt in Frankreich“. Ihre Partei, die Front National, sei keine rechtspopulistische Formation, sondern eine, die „außerhalb des demokratischen Konsenses und der Werte steht, die Frankreich vertritt“.

Wer jetzt eine finanzielle Position gegen Frankreich einnehme, werde „viel Geld verlieren“. Sapin vergleicht das sogar mit der Spekulation auf ein Ausscheiden Frankreichs aus dem...

Kommentare (3)

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Unbekannt

09.02.2017, 09:41 Uhr

Deutschland muss von sich aus den Euro verlassen, um das Heft des Handelns in der Hand zu behalten.

Wollen wir das Thema so lange aussitzen, bis uns die Oberspekulanten unserer ehemaligen amerikanischen Freunde die Währungsunion filetieren?

Erst nach unserem Austritt haben wir wieder eine starke Verhandlungsposition. Bis dahin sind wir eine "sitting duck".

Herr Georg Strömer

09.02.2017, 10:28 Uhr

Nur durch Gemeinsames Handeln können die Europäischen Nationen im Internationalen Handeln weiter eine relevante Größe behalten. Wir müssen nicht alles anders machen, aber natürlich fast alles besser. Das ist gar keine Frage.
Dieses Gerede über den Zerfall Europas. Und was dann? Kommt denn in den USA jemand auf die Idee, die weniger starken Bundesstaaten aus den USA zu werfen? Oder für einzelne Staaten den Dollar abzuschaffen?
Gezänk und Streit gibt es in den USA auch zwischen Staat und Bundesstaaten. Daran muss man sich halt in einer Demokratie abfinden. Aber Streit und Diskussion mit einem Kompromiss am Ende ist in JEDEM Fall einer Autokratie oder einem Twitterkönigtum vorzuziehen.

Frau Leane Kamari

09.02.2017, 10:51 Uhr

@Helmut Baltes
Wie den Wikileaks der Clinton mails zu entnehmen ist haben die USA Druck auf Merkel ausgeübt damit Griechenland im Euro bleibt. Nun mit Trump sieht das anders aus. Da zieht dann sicher auch die Nato-Mitgliedschaft nicht mehr unbedingt so stark. Schließlich haben sich gerade die Herren Trump und Erdogan auf gemeinsames Vorgehen w/IS usw. geeinigt. Italien hat Russland um Hilfe w/Libyien Flüchtlingen gebeten da sich die EU nicht rührt. Die größten italienischen Banken sind am kippen und die EU ist nicht bereit zu zahlen etc.
Ich würde heute nicht auf einen Verbleib der Griechen im Euro wetten, aber auch nicht auf den der Italiener. Da braucht es schon keine Le Pen's, Wilders oder Petry's.

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