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11.01.2017

12:55 Uhr

Börsenregeln – Wahrheit oder Mythos?

Sprechen wir über Geld

VonJessica Schwarzer

Premium„Dividenden sind die neuen Zinsen“, „Gold ist ein sicherer Hafen“ – stimmt das? Oder sind solche Börsenweisheiten nur ein Mythos? Finanzexperten überprüfen gängige Aussagen zur Geldanlage auf ihren Wahrheitsgehalt.

Auf der Suche nach dem Zins. Sueddeutsche Zeitung Photo

Weltspartag 1960

Auf der Suche nach dem Zins.

DüsseldorfDie Börse ist ein Kasino, Anleihen sind verlässlicher als Aktien, Gold ist ein sicherer Hafen, und über Geld spricht man nicht. Oder sind Dividenden die neuen Zinsen und Sparbücher ein Auslaufprodukt? Es gibt viele Börsenregeln, manche sind lehrreich, andere nicht mehr als ein Mythos.

Experten haben gängige Aussagen zur Geldanlage auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft und räumen mit Vorurteilen auf – etwa dem schlechten Ruf der Aktie. „Die Deutschen sparen sich lieber mit Zinsprodukten ärmer, als sich über Aktien am Produktivkapital der Volkswirtschaft zu beteiligen“, sagt Thomas Richter, Chef des Fondsverbands BVI. „Damit verzichten sie auf höhere Ertragschancen, auch in...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

11.01.2017, 14:42 Uhr

Sehr geehrte Frau Schwarzer,

mein Mann war lange Jahre Vermögensverwalter. Er verwaltete für seinen Arbeitgeber große Summen. Sein Erfolg sprach sich herum. Auch bei seinen Kollegen (zumeist Juristen), die ihn immer wieder in finanziellen Angelegenheiten um Rat fragten.

Die Erfahrungen will ich an einem Beispiel erläutern. Da fragt ein studierter Kollege, ob er einen Riester-Vertrag abschließen soll. In einer viertelstündigen Auskunft wird ihm gesagt, zu welcher Gesellschaft er gehen und auf welche Punkte er achten soll. Am Schluß der Beratung erzählt der Kollege, dass er Gott sei Dank eine Schwester hat, die bei einer Sparkasse arbeitet. Die soll den Abschluß des Riester-Vertrages regeln.

Vielleicht zeigt dieses Beispiel, dass weite Teile der Bevölkerung von einer Anlage ihrer Ersparnisse Null Ahnung haben. Dass sie sich bei diesem Thema völlig unwissend und hoffnungslos unterlegen frühlen. Deshalb trauen sie sich selbst nach intensiver Beratung nicht, eine Bank oder Sparkasse zu betreten.

Insofern gehen die all die vielen Handelsblatt-Beiträge über Aktienanlagen und Depotstrukturen an den meisten Menschen vorbei. Sie bleiben bei ihrem Eindruck, davon nichts zu verstehen. Und sie bleiben bei ihrer Scheu vor Banken, weil sie nicht übers Ohr gehauen werden wollen.

Diesen mißlichen Zustand zu beenden, ist wahrscheinlich sehr schwer. Die Verantwortung den Schulen und Lehrern zuzuschieben, hilft wohl nicht weiter. Eher glaube ich, dass die Banken Ansparmodelle entwickeln müssen, die durch Einfachheit und Verständlichkeit glänzen. In meinem PC lese ich gerade die Werbung der Commerzbank, "60% Aktien, 30 % Anleihen, 10 % Rohstoffe". Vielleicht ist das ein Korb, für den man Sparer gewinnen kann. Aber der Fonds muß natürlich auch erfolgreich gemanagt werden.

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