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29.02.2016

06:48 Uhr

Deutsche Finanz-Start-ups

Viel Fintech, wenig Innovation

VonKatharina Schneider

PremiumDie Zahl der deutschen Finanz-Start-Ups wächst rasant, doch die Erfolgsaussichten sind sehr unterschiedlich. In welchen Bereichen die Chancen gut stehen und warum es in einem Segment schon etliche Pleiten gab.

Kooperation mit den Geldinstituten kann ein Erfolgskonzept für Fintechs sein. dpa

Frankfurter Banken-Skyline

Kooperation mit den Geldinstituten kann ein Erfolgskonzept für Fintechs sein.

FrankfurtEin Tag ohne Meldung aus der Fintech-Branche? Das hat Seltenheitswert, denn die Anzahl von Finanz-Start-Ups steigt rasant. Allein in Deutschland gibt es seit Kurzem mehr als 400 Fintechs. Das zeigt die neueste Auswertung der Unternehmensberatung Barkow Consulting, die dem Handelsblatt vorliegt.

Die jungen Finanztechnologieunternehmen treten mal als Angreifer auf die etablierten Finanzmarktakteure an, mal setzen sie auf Kooperation oder sind Dienstleister hinter den Kulissen. In jedem Fall aber haben sie den Anspruch innovativ zu sein und die Finanzwelt zu verändern. Manchen könnte das tatsächlich gelingen, viele werden bald wieder verschwunden sein.

Die Lieblinge unter den Fintechs

Stripe

Der Zahlungsabwickler mit Hauptsitz in San Francisco richtet sich insbesondere an kleinere Unternehmen. Die Software ermöglicht es Händlern, in ihrer App oder auf ihrer Internetseite eine Bezahlfunktion einzurichten. Stripe gilt als Übernahmekandidat von Paypal. American Express und sechs weitere Topinvestoren sind dabei.

Fundersclub

Über den Onlinemarktplatz können Investoren Eigenkapital an einen Fonds geben, der dann in private Firmen investiert. Das Ergebnis bewirbt das Fintech aus San Francisco so: Unternehmen bekommen das Kapital, das sie brauchen, und Geldgeber bekommen Zugang zu neuen Investments. Intel ist einer der sechs Topinvestoren.

iZettle

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stockholm ist nach eigenen Angaben Europas Mobile-Payment-Marktführer. Es bietet mobile Kartenlesegeräte für Smartphones und Tablets und richtet sich besonders an kleinere Unternehmen. Über eine App können Unternehmer ihre Verkäufe nachverfolgen und ihre Buchführung erledigen. Mastercard zählt zu den fünf Topinvestoren.

Robinhood

Der Onlinebroker mit Sitz in Palo Alto ermöglicht provisionsfreien Aktienhandel. Bisher ist die App nur in den USA verfügbar. Der Handel umfasst überwiegend Aktien von Unternehmen, die in den USA gelistet sind, sowie ETFs. Google Ventures und vier andere Topinvestoren sind dabei.

Upstart

Die Plattform mit Sitz in Palo Alto bringt Kreditnehmer und -geber zusammen. Beim Prüfen der Kreditwürdigkeit stützt sich das Unternehmen nicht allein auf Scores von Kreditbüros wie Fico und die bisherige Kredithistorie, sondern bezieht auch Informationen zu Ausbildung und Beruf des Kreditnehmers in die Bewertung ein. Google Ventures und vier weitere Topinvestoren haben investiert.

Coinbase

Das Unternehmen aus San Francisco bietet eine Geldbörse – Englisch „wallet“ – für die digitale Währung Bitcoin. Zudem ermöglicht es den Kauf- und Verkauf von Bitcoins. Dabei werden Beträge von herkömmlichen in die digitale Währung umgewandelt. In Deutschland ist nur die Wallet-Funktion verfügbar, das Geldwechseln aber nicht. Fünf Topinvestoren sind an Bord.

„Im Vergleich zu unserer Erhebung vor einem Jahr...

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