Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.03.2017

08:38 Uhr

Die sichere Geldanlage

Reich werden mit Dividende

VonUlf Sommer

PremiumZinsen gibt es keine mehr. Doch allein die 30 Dax-Konzerne überweisen ihren Aktionären in diesem Jahr knapp 32 Milliarden Euro. Kursschwankungen werden mit dieser Strategie zur Nebensache. Wie Anleger ein fettes Stück Rendite abbekommen.

Allessandro Gottardo

DüsseldorfIn der Werkstatt von Andrea Papst* riecht es nach altem Holz und selbst gekochtem Öllack. Feine Pinsel und Pigmente umringen ihren Arbeitsplatz. Bevorzugt arbeitet die 47-Jährige mit Fichte aus den italienischen Alpen und bosnischem Ahorn.

Andrea Papst baut und restauriert Geigen. Ein Beruf, der Musikalität ebenso erfordert wie Handwerksgeschick. Vertiefte Kenntnisse der Weltfinanzmärkte gehören nicht zum Anforderungsprofil. Doch in Andrea Papst steckt auch eine Börsenstrategin. Die Freiberuflerin weiß: Für ihre Altersvorsorge wird sie allein auf ihr Erspartes angewiesen sein. Und das muss ordentlich Rendite bringen.

Kurz vor Weihnachten hat Papst alle Aktien und Fonds verkauft. Pragmatisch-hanseatisch hat die gebürtige...

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Edelgard Kah

24.03.2017, 15:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Sommer,

wenn Sie beispielsweise den DAX kaufen, erhalten Sie automatisch für jede Aktie Dividende gut geschrieben. Also entweder Sie kaufen den DAX und kriegen Dividende. Oder Sie lassen es sein und kriegen keine. So einfach ist das Leben.

Reden wir einmal über das wirkliche Problem. Die Börse übertreibt ständig. Mal nach unten, mal nach oben. Sie produziert dabei so riesige Schwankungen, dass ein Christenmensch sie nicht im Kopf aushält und sich bei labiler Gemütsverfassung die Kugel gibt. Nehmen Sie als Beispiel die beiden letzten Einbrüche. Im Jahr 2008/2009 verlor der DAX 55 %, in den Jahren 2000 bis 2003 fast 75 %. In den genannten Verlustzahlen sind die erhaltenen Dividenden bereits eingerechnet. Es gibt somit entgegen Ihren Behauptungen keinen "Abfederungsmechnismus", der die riesigen Verluste teilweise ausgleichen würde.

Den riesigen Schwankungen des Aktienmarktes kann man auch nicht dadurch begegnen, dass man auf eine sehr sehr langfristige Betrachtungsweise abstellt. "In the long run, we are all dead", meinte der englische Nationalökonom John Meynard Keynes.

Schauen wir stattdessen doch einmal auf die zahlreichen Stiftungen, Vermögensverwaltungen, usw.
Mandate, die einen Aktienanteil von 100% vorschreiben, sind eine seltene Ausnahme. In der Regel werden 30 %, 40% oder 50% Renten beigemischt. In der heutigen Zinssituation vielleicht auch cash. Auf jeden Fall aber eine andere Anlageklasse, die den riesigen Schwankungen des Aktienmarktes nicht ausgesetzt ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×