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23.11.2016

15:17 Uhr

Dow Jones auf Allzeithoch

Wohin steuern die US-Börsen?

VonFrank Wiebe

PremiumDer Dow Jones ist erstmals über 19.000 Punkte gesprungen. Investoren kaufen derzeit euphorisch US-Aktien – und ignorieren die Warnungen von Ökonomen. Ist die Rally überzogen? Alles eine Frage der Wahrnehmung.

Welle der Euphorie Reuters

Händler an der New Yorker Börse.

Welle der Euphorie

New YorkGibt es auch an der Börse eine schweigende Mehrheit von Trump-Fans? Gemessen an der Reaktion des US-Aktienmarkts könnte man das glauben. Seit dem Wahlsieg von Donald Trump eilt er von einem Rekord zum anderen. Am Dienstag ist der Dow Jones Industrial erstmals über 19.000 Punkte gesprungen. Der breite Index S&P 500, für den Goldman Sachs einen Stand von 2.200 Punkten für Ende 2017 vorausgesagt hat, hat dieses Niveau schon erreicht.

Die Tatsache, dass die Zinsen steigen, was normalerweise Gift für Aktien ist, scheint niemanden zu stören. Die Warnrufe von Ökonomen, die Trumps Wirtschaftsprogramm für völlig unrealistisch oder schädlich...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

23.11.2016, 16:16 Uhr

Ich liebe sie, die großen "Strategen" in den Bankhäusern. Alle paar Wochen liefern sie eine neue Prognose, jetzt wieder bei der Wahl von Donald Trump. Aber dass sie vor ein paar Wochen das genaue Gegenteil prognostiziert haben, blenden sie schamhaft aus. Macht nichts, wenn man wie fast immer meilenweit daneben liegt. Selbst wenn man noch nie ins Schwarze getroffen hat, eine neue Prognose muß auf jeden Fall her.

Aus meiner Sicht ist klar, dass die Wirtschaftspolitik von Donald Trump sowohl große Chancen als auch große Risiken beinhaltet. Und wahrscheinlich kommt es so, dass die Börse einige Wochen auf die Chancen und danach wieder auf die Risiken blickt.

Ich meine mich zu erinnern, dass es Kostolany war, der das Funktionieren der Börse an einem Beispiel einprägsam vor Augen geführt hat. Kostolanys Beispiel ist der Ausbruch des 2. Weltkriegs. Ein paar Wochen lang blickten die Anleger zunächst auf die Chancen. Sie waren der Meinung, dass der Staat für seine Kriegsführung alle nur denkbaren Produkte braucht und die Kapazitäten der Fabriken besser ausgelastet werden. Einige Wochen lang schossen deshalb die Börsenkurse in die Höhe. Danach blickten die Anleger auf die Risiken. Sie erinnerten sich, dass ein Krieg ihre Fabriken auch zerstören kann und dass das Risiko einer Niederlage nicht von der Hand zu weisen ist. Deshalb verkauften die Anleger ihre teuer erworbenen Aktien wieder, die Kurse gingen wieder stark zurück.

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