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11.12.2016

14:00 Uhr

Ex-Chefvolkswirt Jürgen Stark

„Die EZB jagt ein Phantom“

VonJan Mallien

PremiumDer Ex-Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank wirft der Notenbank vor, andere Ziele zu verfolgen, als sie zugibt. Statt die Inflation auf knapp zwei Prozent zu bringen, wolle sie Staaten die Finanzierung erleichtern.

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt, aufgenommen am 8. Dezember 2016. dpa

EZB im Nebel

Die Europäische Zentralbank in Frankfurt, aufgenommen am 8. Dezember 2016.

Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark zweifelt daran, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer ultralockeren Geldpolitik ausschließlich die Inflation im Euroraum anschieben will. Am Donnerstag hatte die Zentralbank die Verlängerung ihres Anleihekaufprogramms bis Ende 2017 verkündet und beschlossen, bis zu 540 Milliarden Euro zusätzlich aufzuwenden. „Die EZB jagt hier ein Phantom“, sagt Stark im Interview mit dem Handelsblatt. „Ihr gesamter Politikansatz basiert auf einer falschen Diagnose.“

Im Euro-Raum habe es nie die Gefahr einer Deflation gegeben, also auf breiter Front sinkender Preise. Daher müsse man „in das Kalkül miteinbeziehen, dass die EZB möglicherweise völlig andere Ziele verfolgt als...

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