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06.04.2017

19:45 Uhr

EZB geht auf Distanz zur Fed

Kampf um den richtigen geldpolitischen Kurs

VonMichael Maisch, Jan Mallien

PremiumDie US-Notenbank Fed setzt unter Yellen beherzt auf steigende Zinsen und will ihre Bilanz entrümpeln. Doch die EZB bewegt sich stoisch in die entgegengesetzte Richtung – zum Ärger von Bankern und deutschen Sparern.

Die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed gehen geldpolitisch getrennte Wege. dpa

EZB-Gebäude

Die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Fed gehen geldpolitisch getrennte Wege.

Berlin/FrankfurtAuf ein Ende der ultralockeren Geldpolitik hoffen leidgeprüfte deutsche Sparer und Banken seit Jahren. Am Donnerstag wurden sie abermals enttäuscht: Nach monatelangen Spekulationen zerstreute der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, die Aussicht auf eine baldige geldpolitische Wende.

Trotz anziehenden Wachstums und höherer Inflation sei eine „Neubewertung der gegenwärtigen geldpolitischen Haltung derzeit nicht gerechtfertigt“, tat der Italiener nüchtern kund – und signalisierte damit zugleich, dass er sich von seiner amerikanischen Kollegin Janet Yellen immer weiter entfernt. Die von Yellen regierte US-Notenbank Fed hat längst die Kehrtwende vollzogen und die Anleihekäufe gestoppt. Angesichts steigender Inflation und eines Jobwunders setzt...

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