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11.02.2018

18:13 Uhr

Folgen steigender Anleihepreise

Die Nullzins-Ära geht zu Ende

PremiumSchneller als erwartet sinken die Anleihepreise. Das macht Zinspapiere attraktiver – und setzt Aktien unter Druck. Weitere Einbrüche könnten folgen.

Die Aktienkurse geraten an der Wall Street unter Druck – und das spüren Anleger auf der ganzen Welt. dpa

New Yorker Börse

Die Aktienkurse geraten an der Wall Street unter Druck – und das spüren Anleger auf der ganzen Welt.

FrankfurtEr hatte wieder einmal den richtigen Riecher: Bill Gross, dem die Finanzbranche den Titel des „Anleihekönigs“ zugesprochen hat, warnte Mitte Januar vor einem Bärenmarkt bei den Bonds. Dabei werden die Kurse von den Tatzen der Raubtiere nach unten gedrückt, im Gegenzug steigen die Renditen. Die Verzinsung der zehnjährigen US-Staatsanleihen werde deshalb auf 2,7 bis 2,8 Prozent steigen, sagte der Geldmanager beim Fondshaus Janus Henderson voraus.

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

12.02.2018, 12:27 Uhr

"Möglich" ist alles. "Möglich" ist auch, dass in den USA die Preise und insbesondere die Zinsen kräftig zulegen. Aber in einem solchen Fall würden nicht nur Aktienkurse unter die Räder kommen. Zu einem Blutbad käme es auch auf dem volumenstarken Anleihemarkt, dem Immobilienmarkt und den übrigen Anlageklassen. Wir hätten auf allen Vermögensmärkten einen crash. Millionen von Amerikanern würden ihr Vermögen dahinschmelzen sehen.

Dass eine solche Entwicklung auch gravierende Auswirkungen auf die reale Wirtschaft hätte, sollte unter Ökonomen zum Grundwissen gehört. Gemeint sind damit nicht nur die Schwierigkeiten, dass für den Staat höhere Zinslasten anfallen. Das Gleiche gilt auch für die Unternehmen. Und wenn Millionen Bürger ihr angespartes Vermögen dahinschmelzen sehen, hat dies auch tiefgreifende Auswirkungen auf ihr Konsumverhalten: Kurz und knapp: Aufschwung ade, eine schwere Rezession kommt.

"Hätte, hätte, Fahrradkette". Dass die als "möglich" bezeichnete Entwicklung tatsächlich kommt, ist kein Naturgesetz. Bäume wachsen von allein, aber über die Zinsen entscheidet die FED. Es sind die Notenbanker, die abzuwägen haben. Wollen sie zähneknirschend höhere Inflationsraten in Kauf nehmen? Oder um der Preisstabilität willen eine Weltrezession auslösen? Sind Produktionseinbrüche in allen Industrieländern, Hochschnellen der Arbeitsenzahlen überall und Unfinanzierbarkeit der Staatshaushalte und Sozialsysteme die bessere Alternative?

Mal so ein Tipp für die Redakteure des Handelsblatts. Ich plädiere dafür, dass Sie Ihren auf den Aktienmarkt verengten Tunnelblick erweitern.

Herr Gerhard Boeckelmann

13.02.2018, 09:27 Uhr

Sie vom HB schüren die Ängste mit. Sie berichten nicht vom Markt sondern machen den Markt.
Das ist nicht gut und nicht Ihre Aufgabe.
Vorsicht.

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