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12.02.2017

11:35 Uhr

Kritik an börsengehandelten Indexfonds

Hin und Her macht Taschen leer – auch bei ETFs

VonIngo Narat

PremiumETFs sind für Anleger so bequem und preiswert handelbar wie eine Aktie. Doch manch einer sieht genau darin ein Problem: Verleiten die Fonds dazu, häufig zu kaufen und zu verkaufen? Das kann ordentlich Rendite kosten.

Wichtiger Handelsplatz für das Geschäft mit Indexfonds. Polaris/laif

Frankfurter Börse

Wichtiger Handelsplatz für das Geschäft mit Indexfonds.

FrankfurtEin 87-jähriger Amerikaner lässt nicht locker. John Bogle, Gründer der legendären US-Fondsgesellschaft Vanguard, wettert gegen die börsengehandelten Indexfonds. Diese „Exchange Traded Funds“ – abgekürzt auch ETFs genannt – sind so bequem und preiswert handelbar wie eine Aktie. Aber genau das sei ein Fluch, sagt Bogle. Es verleite die Anleger zum schnellen Kauf und Verkauf. „Ich halte nichts von so einer Trading-Mentalität“, wiederholte Bogle kürzlich noch einmal seine Fundamentalkritik.

Der Wall-Street-Veteran und Erfinder der traditionellen Indexfonds ohne Börsennotierung bekommt Unterstützung von einem jüngeren Deutschen. Bert Flossbach greift Bogles Bedenken auf. Der Amerikaner wie auch der Mitgründer der Vermögensverwaltungsgesellschaft Flossbach von...

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

10.02.2017, 16:39 Uhr

Was diese Banker so alles erzählen. Man glaubt es kaum, aber sie widersprechen sich sogar in einem einzigen Satz. Erst behaupten sie, wer in kurzen Abständen kauft und verkauft, erhöht seine Handelskosten. Noch im gleichen Satz wird dann behauptet, die Banken würden am Handel überhaupt nicht verdienen.

Zu den Fakten: Die meisten ETFs werden an der Börse gehandelt. Man kann sie somit wie eine Aktie kaufen, also ohne Ausgabeaufschlag. Und wenn man sein Depot bei einer der Direktanlagebanken hat, sind die Gebühren minimal.

Natürlich kann man sich beim Handeln auch irren. Aber das gilt nicht nur für Privatanleger. Das gilt in erster Linie für die professionellen Fondsmanager, die bei Banken angestellt sind. In aller Regel trauen sie sich nur, minimal von ihrer benchmark anzuweichen und bleiben dennoch hinter ihr zurück. Aus meiner Sicht sind deshalb die Warnungen der Banken, man könne beim traden etwas falsch machen, eine groteske Bevormundung. Liebe Banker, macht doch erst einmal Eure Hausaufgaben, dann könnt Ihr andere belehren.

Frau Edelgard Kah

13.02.2017, 11:47 Uhr

Sie suchen ein Beispiel für Überheblichkeit? Dann lesen Sie doch den Diskussionsbeitrag eines hochüberlegenen Bankers. Er glaubt zu wissen, dass die ETF-Anleger (alle) viel zu häufig traden und deshalb vor sich selbst geschützt werden müssen. Er schlägt deshalb eine Regelung vor, wonach die Fondsgesellschaften ihre ETFs künftig nur noch einmal im Monat oder nur noch einmal jährlich zurücknehmen. Schön und gut. Aber unser hochüberlegener Banker kennt leider nicht einmal die Grundbegriffe vom Umgang mit Fonds und ETFs. Weiß leider nicht, dass die meisten von ihnen an der Börse gehandelt werden, so dass man für den Kauf oder Verkauf von Anteilen überhaupt keine Fondsgesellschaft braucht.

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