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04.01.2018

16:33 Uhr

Fondsmanager Bert Flossbach

„Zinsen bleiben für immer extrem niedrig“

VonRobert Landgraf, Peter Köhler

PremiumFondsmanager Bert Flossbach sieht die EZB in einer Welt der Niedrigzinsen gefangen. Im Interview beschreibt er zudem, warum er Vorstände mehr unter Druck setzen will und was den Bitcoin von der Tulpenmanie unterscheidet.

Bert Flossbach ist Mitbegründer und Vorstand der Fondsgesellschaft Flossbach von Storch. Rudolf Wichert für Handelsblatt

Fondsmanager Flossbach

Bert Flossbach ist Mitbegründer und Vorstand der Fondsgesellschaft Flossbach von Storch.

KölnBert Flossbachs Büro in einem der oberen Stockwerke des Kölner „Triangle“-Hochhauses erlaubt einen weiten Blick über die Stadt und den Rhein. Dank eines stürmischen Wachstums hat der größte unabhängige deutsche Vermögensverwalter in den vergangenen Jahren immer mehr Etagen in dem 103 Meter hohen Gebäude angemietet, mittlerweile sind es sieben. Auch im Gespräch mit dem Fondsmanager dreht sich alles um die Vogelperspektive – von der globalen Konjunktur bis hin zu den Aussichten für die Zinsen. Zum Jahreswechsel stellt sich der Mitgründer von Flossbach von Storch neun ungewöhnlichen Thesen des Handelsblatts zum Kapitalmarkt.

Kommentare (3)

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Herr K H

04.01.2018, 17:30 Uhr

Bitcoin FALSCH: "Im Gegensatz zu den Tulpen ist das Angebot an Bitcoins begrenzt, das macht die Währung interessant. " Das Angebot Kryptowährungen ist UNBEGRENZT - JEDER kann eine oder mehrere Kryptowährungen herausgeben!

Daimler SEHR RICHTIG: "Nehmen Sie Daimler. Der Aktienkurs lag im Sommer bei 60 Euro; womit das Unternehmen nur noch mit dem Siebenfachen des Jahresgewinns bewertet wurde. Diese Bewertung ist der Qualität des Unternehmens, seiner Produkte und Mitarbeiter unwürdig."..."Die Nutzfahrzeugsparte wird praktisch mit null bewertet."
ABER: Eine Aufspaltung von Daimler ist nicht nötig, da in der Segmentberichterstattung jeder Investor den Wert der Einzelteile auch der NEUEN TECHNOLOGIEN wie mytaxi, here u.s.w. errechnen kann. Daimler erhält mit seiner Größe auch deutlich bessere Konditionen bei Zulieferern und im Finanzbereich und ist bezüglich seinen Personals ebenfalls deutlich flexibler.

Danke Herren Flossbach, Landgraf, Köhler - gutes Interview!

Frau Edelgard Kah

04.01.2018, 17:46 Uhr

"Für immer extrem niedrige Zinsen"? Mit Blick auf einige hochverschuldete Staaten, die bei höheren Zinsen die Zinslast nicht schultern können? Aber gilt diese steile These von der ewigwährenden Rücksichtnahme der Zentralbanken auch dann noch, wenn die Preise ins traben kommen?

Glaubt Herr Flossbach allen Ernstes, die Inflation sei für immer tot? Glaubt er, dass Löhne, Öl- und Rohstoffpreise für alle Zeiten stets sehr maßvoll steigen werden und als Inflationstreiber ausfallen? Oder dass die Zentralbanken ihre wichtigste Aufgabe (Stabilität des Preisniveaus) einfach nicht mehr wahrnehmen werden?

Oder ist es vielleicht einfach so, dass hochverschuldete Staaten mit einem eventuellen Anstieg der Zinsen fertig werden müssen? Dass sie dann eben notgedrungen ihre Ausgaben drosseln und/oder ihre Steuern erhöhen müssen?

Herr Lothar Bitschnau

04.01.2018, 18:40 Uhr

Theorie schlägt Kopf:
" Im Gegensatz zu den Tulpen ist das Angebot an Bitcoins begrenzt .."
.. aber nicht an Abkömmlingen von Bitcoin und Co.
Diese klare Aussage zu den Zinsen ist schon sehr mutig!

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