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21.09.2016

17:39 Uhr

Geldpolitik der Bank of Japan

Kuroda kauft nur Zeit

VonMartin Kölling

PremiumDie Bank of Japan will die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen bei null Prozent halten. Damit verlägert die Notenbank ihre aggressive Geldpolitik, statt nach einem Ausweg zu suchen. Ein Kommentar.

Mit seiner Kursanpassung gesteht Kuroda indirekt ein, dass die überraschende Einführung der Minuszinsen Anfang Januar ein Fehler war. Reuters

Minuszinsen ein Fehler

Mit seiner Kursanpassung gesteht Kuroda indirekt ein, dass die überraschende Einführung der Minuszinsen Anfang Januar ein Fehler war.

In Tokios Finanzdistrikt dürften die Sektkorken knallen. Immerhin schossen die Aktien von Banken und Versicherern um bis zu zehn Prozent in die Höhe, nachdem die Bank von Japan ihre Geldpolitik überraschend verändert hat. Nur hinter den trutzigen Mauern der Notenbank dürfte wenig Jubel geherrscht haben.

Notenbankchef Haruhiko Kuroda addiert das Mittel der Zinskurvenkontrolle zu seinem Kaufprogramm von Staatsanleihen. Die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen sollen bei null Prozent gehalten werden. Dafür gibt er einen Anker seiner Geldpolitik auf: eine feste Höhe für Käufe japanischer Staatsanleihen.

Damit gesteht Kuroda nicht nur indirekt ein, dass die überraschende Einführung der negativen Zinsen Anfang Januar...

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