Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.12.2015

16:16 Uhr

Geldpolitik

Die EZB und die saufenden Pferde

VonDirk Hinrich Heilmann

PremiumMario Draghi bleibt stur. Der EZB-Chef ist gewillt, den Geldhahn noch weiter aufzudrehen – um Unternehmen endlich dazu zu bringen, zu investieren. Doch eine weitere Lockerung der Geldpolitik schadet nur. Eine Analyse.

Immer mehr Liquidität für die Finanzmärkte. dpa

EZB-Chef Draghi (l.) mit Mark Carney, dem Governor der Bank of England

Immer mehr Liquidität für die Finanzmärkte.

DüsseldorfAls der sozialdemokratische Ökonomieprofessor Karl Schiller Ende 1966 das Amt des Bundeswirtschaftsministers antrat, prägte er den Spruch: „Die Pferde müssen wieder saufen.“ Damit spielte er auf ein von John Maynard Keynes zitiertes Sprichwort an: „Man kann die Pferde zur Tränke führen, saufen müssen sie aber selber.“ Mit Pferden meinte Schiller die Unternehmer, die er zu höheren Investitionen bewegen wollte.

Knapp fünf Jahrzehnte später ist es die Europäische Zentralbank (EZB), die die Pferde zum Saufen bringen will. Sie hat negative Leitzinsen eingeführt und pumpt durch Anleihekäufe immer mehr Liquidität in die Finanzmärkte. Karl Schillers altes Problem bleibt bislang allerdings...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×