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09.05.2017

12:07 Uhr

Geldpolitik

Die Japanisierung der Zinsmärkte

VonThorsten Polleit

PremiumWeil unser Geldsystem langfristig auf sinkende Zinsen angewiesen ist, könnte die von Sparern so herbeigesehnte Zinswende womöglich niemals kommen – und das weltweit. Mahnendes Vorbild ist Japan. Ein Gastbeitrag.

Ein Land in der Zinsfalle. AP

Aktienkurse der japanischen Börse

Ein Land in der Zinsfalle.

Die US-Zentralbank (Fed) hält sich die Tür offen, ihren Leitzins, den sie seit Ende 2015 bereits drei Mal angehoben hat, weiter anzuheben. Mittlerweile mehren sich die Zeichen, dass auch die Europäische Zentralbank (EZB) sich bald von ihrer extremen Niedrig- und Negativzinspolitik, verbundenen mit der Monetisierung der Staatsschulden, abkehren könnte. Werden die übrigen Zentralbanken der Welt – wie die Bank von England, die Schweizer Nationalbank, die Bank von Japan und die People‘s Bank of China – der Fed und EZB nacheifern und ebenfalls aus der extrem expansiven Geldpolitik aussteigen?

Einiges spricht für eine „Zinswende“. Die Weltkonjunktur hat sich gefestigt. Die Leit-...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

09.05.2017, 13:48 Uhr

Sehr geehrter Herr Polleit,

nichts gegen Visionen. Aber was ist, wenn die Inflation - aus welchen Gründen auch immer - zurückkehrt? Sie zu bekämpfen, ist die vornehmste Aufgabe der Zentralbanken. Was werden sie dann tun?

Meine Vision: Die Zentralbanken werden selbstredend ihre Leitzinsen anheben und Liqudität einsammeln. Wie in früheren Jahren gepaart mit der Behauptung, sie könnten ihre Instrumente so "feinsteuern", dass der Schaden für das Wirtschaftswachstum und die Finanzierung der Staatshaushalte sich in engen Grenzen hält. "Feinsteuerung" hin oder her, in der Vergangenheit kam es stets zu einer Rezession.

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