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30.08.2016

08:11 Uhr

Staatssekretär Ulrich Kelber

„Der Erwerb einer Immobilie wird nicht erschwert“

VonFrank Matthias Drost

PremiumDer Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium kann die Kritik der Banken an der Wohnimmobilienkreditrichtlinie nicht teilen. Im Interview erklärt er, warum die neuen Vorschriften sinnvoll sind.

Der Staatssekretär mahnt zur Ruhe. Steffen Roth für Handelsblatt

Ulrich Kelber

Der Staatssekretär mahnt zur Ruhe.

Der 48-jährige SPD-Politiker und Informatiker Ulrich Kelber hat das Verbraucherschutzprofil seiner Partei mit geprägt.

Gut gemeinte Leitplanken werden zu unüberwindbaren Hürden für Verbraucher, klagen Banken. Gemeint ist ein neues Gesetz zu Immobilienkrediten. Was bezweckt die Bundesregierung damit?
Die von der EU verabschiedete Wohnimmobilienkreditrichtlinie soll unverantwortliche Kreditvergaben verhindern. Diese notwendigen Leitplanken sind nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht. In Spanien haben viele Familien ihre Häuser und Wohnungen verloren. Das geschieht, wenn Verbraucher Kredite erhalten, mit deren Rückzahlung sie von Beginn an überfordert sind. Die Richtlinie soll verhindern, dass Menschen ihre Eigenheime verlieren und dabei auch noch auf einem Schuldenberg...

Kommentare (1)

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Herr Eike Siegler

31.08.2016, 09:15 Uhr

Ich glaube gerne, daß der Wunsch ist, Finanzierungen nicht zu erschweren. Da die Banken mittlerweile ein großes Reputationsproblem (sorry: Herausforderung) haben, wird die Prüfungs- und Dokumentationsschwelle bei vielen Banken sehr streng ausgelegt! Vermutlich möchte man vermeiden, durch zu lasche Auslegung der betroffenen Richtlinien / Gesetze (BGB, KWG) durch die BaFin und Presse "vorgeführt" zu werden. In den Gesprächen im Herbst sollte seitens der Regierung eine Interpretation an die Banken gegeben werden. Bei der Dokumentation trifft Finanzmathematik (rechnerische Laufzeit bei 1,5% Tilgung) auf Rentenlogik (Berufseinsteiger kann keine oder nur eine geringe Rentenanwartschaft nachweisen). In Deutschland ist die Kreditprüfung schon immer ordentlich gewesen, ferner werden hier regelmäßig auch lange Zinsbindungen (Planungssicherheit) vereinbart (im Gegensatz zum Rest von Europa). Das wurde bei der Umsetzung der europäischen Richtlinie in deutsches Recht nicht ausreichend gewürdigt.

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