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23.06.2015

14:00 Uhr

Immobilien und Trendviertel in Dresden

Die blühende Stadt im Osten

VonChristian Hunziker

PremiumSachsens Hauptstadt Dresden hat Modellcharakter. Die Bevölkerung wächst, der Wohnungsbau boomt, die Mieten steigen. Auch wirtschaftlich steht die Stadt gut da. Ein Lehrbeispiel für Ostdeutschland.

In Dresden sind die Preise - zumindest aus Sicht von Bewohnern der deutschen Millionenstädte - noch moderat. dpa

In Dresden sind die Preise - zumindest aus Sicht von Bewohnern der deutschen Millionenstädte - noch moderat.

BerlinEines Tages stand Christoph Gröner, Gründer des Immobilienunternehmens CG Gruppe, am Dresdener Postplatz und fragte sich: „Wie kann es sein, dass dieser Platz am Rand der Altstadt nicht bebaut ist?“ Eine sehr berechtigte Frage: Ein paar Meter neben dem berühmten Zwinger und acht Gehminuten von der noch berühmteren Frauenkirche entfernt erstreckt sich eine riesige leere Fläche, über die im Minutentakt die Straßenbahnen rollen.

Dresden: So teuer sind Eigentumswohnungen

Friedrichstadt

Wer sich im Stadteil Friedrichstadt eine Eigentumswohnung leisten will, sollte 2750 Euro pro Quadratmeter übrig haben. Ein Plus von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Innere Altstadt

Etwas günstiger ist der Bereich Innere Altstadt: Der Quadratmeterpreis liegt hier bei 2430 Euro - 6,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wilsdruff Ss. Seevs. West

Wildsdruff / Seevs liegen bei 2420 Euro pro Quadratmeter und sind damit 5,9 Prozent teurer als im Vorjahr.

Bühlau Weißer Hirsch

2350 Euro kostet der Quadratmeter im Bereich Bühlau / Weißer Hirsch - ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Hosterwitz Pillnitz

Und wer in Hosterwitz/Pillnitz eine Eigentumswohnung kaufen möchte, braucht 2340 Euro pro Quadratmeter - ein Plus von 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Doch nicht mehr lange wird es so aussehen: Gröners Unternehmen wird bald damit beginnen, die „Residenz am Postplatz“ und die „Mary Ann Apartments“ zu errichten - und damit 520 Wohnungen. Mit ihm arbeiten weitere Investoren daran,...

Kommentare (7)

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Herr Siegfried Bauer (Siggi40.de)

23.06.2015, 16:12 Uhr

Ein Lehrbeispiel für Ostdeutschland? Griechenland in der 3.Potenz eignet sich m.M. nach dafür überhaupt nicht.
„Auch wirtschaftlich steht die Stadt dank ... sowie öffentlicher Verwaltung gut da“.

Man kann nicht eine Stadt herauspicken, man sollte das gesamte Puzzle betrachten, um eine langfristige Perspektive erstellen zu können. Dresden und Leipzig sind derzeit die „Leuchttürme“, die Einäugigen unter den Blinden, so wäre es besser formuliert.
Ganze Landstriche wurden in den letzten 25 Jahren entvölkert. Zurück bleiben die Rentner und H4-ler, die sich damit abgefunden haben, den Rest des Lebens dem Steuerzahler auf der Tasche zu liegen.
Ein Wirtschaftsboom, ausgelöst durch die öffentliche Verwaltung, das erinnert mich an Klein-Griechenland. Groß-Griechenland ist die DDR!

Klein-Griechenland hat lt. Prof. Sinn bisher ca. 500 Mrd. Euro an Krediten, Bürgschaften und Zahlungen erhalten, EU-Subventions(betrügereien) Milliarden seit dem getürkten Beitritt in die Eurozone sind dabei nicht enthalten.

Groß-Griechenland hat uns bis jetzt schon ca. 3000 Milliarden Euro gekosten, auf der nach oben offenen Abschöpf-Skala. Die Milliarden der Solidarpaktmittel werden schon lange nicht mehr für den dafür vorgesehenen, vertraglich vereinbarten Zweck verwendet, sondern illegal für den privaten Konsum abgezweigt. Die internationale Mafiaorganisationen fühlen sich in Dresden und Leipzig sehr wohl. Anscheinend alles Kollegen oder so.

Zum Vergleich:
Unsere Trümmerfrauen haben mit 1,4 Mrd. Dollar, in Worten: einskommavier, das Wirtschaftswunder Made in Germany mit viel Schweiß und Fleiß aus den Ruinen des II.Wk aufgebaut, auf das uns die ganze Welt bis 1990 beneidete. Heute wird Groß-Griechenland vor allem von den süditalienischen „Organisationen“ beneidet.

Herr Siegfried Bauer (Siggi40.de)

23.06.2015, 16:13 Uhr

Teil II
„Beamte, die im Westen nichts mehr werden konnten, gut vernetzte ehemalige Stasi-Leute, dazu die osteuropäische organisierte Kriminalität, die kalabrische Mafiaorganisation Ndrangheta und die einheimische Kriminalität“ – so umreißt Jürgen Roth das Beziehungsgeflecht in den vier sächsischen Städten Plauen, Chemnitz, Dresden und Leipzig.

Während in Westdeutschland immer mehr Städte vor dem Kollaps ihrer Infrastruktur stehen, aber trotzdem Kredite für die Soli-Zahlungen aufnehmen müssen, blickt man z.B. in Dresden auf einen „Beamtenstaat“, Da fällt mir zuerst mal der Verfassungsschutz ein. Nach dem Beitritt ins Schlaraffenland wurden die unzähligen Ex-Stasis, die wegen zwei linker Hände in der freien Wirtschaft nicht die geringste Chance hatten, einen Arbeitsplatz zu bekommen, in die Verwaltung übernommen, wo sie bisher ihr Unwesen treiben können.
Die Scheinblüte in Dresden und Leipzig ist spätestens dann beendet, wenn die Milliarden Transfer-Zahlungen ausbleiben.
Eine Immobilie kauft man unter langfristigen Kriterien. Dass die Milliarden gen Osten ewig fließen, davon kann man mit Sicherheit nicht ausgehen. Spätestens dann bricht das Kartenhaus „Immobilien“ zusammen, wie schon in Spanien. Als ich den Winter 2003/2004 bei Alicante verbrachte, um eine Marktanalyse für wohnwirtschaftlich genutzte Immobilien anzufertigen, da bewunderte ich die unzähligen (Zweit)Villen am Beach, die Yachten an den Grundstücken und die standesgemäßen Oberklasselimousinen in den Einfahrten – nicht selten mit Leipziger, Dresdner und Chemnitzer Kennzeichen. So macht die Deutsche Einheit richtig Spaß. Die einen arbeiten und die anderen geben das geschenkte (und ergaunerte) Geld mit vollen Händen aus. Dass dies nicht ewig so weitergeht, scheint kein Geheimnis mehr zu sein. Spätestens dann lesen wir: Die verblühende Stadt im Osten! So wird da ein Schuh daraus. Ein Blick nach Chemnitz: Dort steht schon jede 6.Wohnung leer, Tendenz massiv steigend.

Herr Siegfried Bauer (Siggi40.de)

23.06.2015, 16:14 Uhr

Teil III
Die demographische Entwicklung spricht auch gegen die Großstädte im Osten. Sobald in ein paar Jahren die Rentner, die eine üppige Rente/Pension erhalten, weggestorben sind, und deren Immobilien den Markt fluten, aber keine kreditwürdige Käufer zur Verfügung stehen, dann war es das mit der Wertsteigerung und Mieteinnahmen. Detroit lässt grüßen.

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