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30.08.2016

08:11 Uhr

Wohndarlehen

Sparkassen schlagen wegen verschärfter Kreditregeln Alarm

VonFrank Matthias Drost

PremiumBanken und Sparkassen erregt ein Gesetz, das Verbraucher vor zu hohen Immobilienkrediten schützen soll. Die Regeln erschweren jedoch die Kreditvergabe. Bayerns Finanzminister Markus Söder lotet bereits Änderungen aus.

Die Regeln für die Finanzierung einer Immobilie sind strenger geworden. dpa

Hausbau

Die Regeln für die Finanzierung einer Immobilie sind strenger geworden.

BerlinDie Finanzierung privater Immobilien ist in Zeiten niedriger Zinsen eine der wenigen Ertragssäulen von Sparkassen und Banken. Für Kunden sind die Darlehen günstig, um in die eigenen vier Wände zu investieren. Und gleichzeitig ist das Geschäft für die Geldhäuser einträglich – schließlich bringen etwa Bundespapiere überhaupt keine Rendite mehr. Ein Immobilienboom ist im Gange. Doch die Kreditzusagen sind ins Stocken geraten. Teile der Finanzwirtschaft geben der Regierung die Schuld dafür.

So meldet der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) für seine 408 Sparkassen: Die Kreditzusagen für private Wohnimmobilienkredite seien im ersten Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um knapp neun...

Kommentare (1)

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Herr Karsten Schiefelbein

30.08.2016, 09:46 Uhr

Ein solch dilletantisch gemachtes Gesetz kommt dabei raus, wenn sich Theoretiker ans Werk begeben.

Nicht nur, dass Banken in Deutschland auch vor der Finanzkrise bei Immobiliendarlehen, anders als bei vielen anderen Geschäften, weitgestgehend verantwortungsbewusst (im eigenen Interesse) vorgegangen sind.

Das Gesetz ist auch dahingehend eine Frechheit, dass es u.a.vorgibt, dass es wahrscheinlich sein muss, dass die jeweilige Immobilienfinanzierung zurückgeführt werden wird.

Eigentlich selbstverständlich. Aber was im Umgangssprachlichen mit wahrscheinlich gemeint ist, ist jedem klar. Erbsenzählende Rechtsverdreher leiten daraus aber ein höchstwahrscheinlich oder gar "zu fast 100%" ab, und dadurch kommen dann Probleme z.B. dann auf, wenn die Finanzierung erst mit 69 statt 67 getilgt ist.

Da werden schwammige Gesetze verabschiedet und bei Unklarheiten dann achselzuckend entgegnet, dass die Details die Gerichte zu entscheiden haben. Was dabei rauskommen kann, sieht man ja beim Widerrufsjoker.

Tja, und der Verbraucher ist dann am Ende der Dumme.

Gut, dass sich jetzt was bewegt.

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