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29.05.2016

09:48 Uhr

Wohnungsmarkt und Mietpreisbremse

Diagnose: akutes Bremsversagen

VonReiner Reichel

PremiumSeit einem Jahr gilt die Mietpreisbremse. Weil viele Vermieter die Regel ignorieren, sausen Mieten weiter in die Höhe. In Metropolen sind die Preise viel höher als erlaubt. Warum eine Verschärfung kaum Hilfe verspricht.

Der komplizierte Mietspiegel der Hauptstadt macht es schwierig, überhöhte Preise zu entlarven. dpa

Wohnungen in Berlin-Friedrichshain

Der komplizierte Mietspiegel der Hauptstadt macht es schwierig, überhöhte Preise zu entlarven.

DüsseldorfBundesjustizminister Heiko Maas hat die Gefahr erkannt: „Die steigende Nachfrage nach Wohnraum hat immer wieder dieselben Folgen: Vermieter nutzen die Notlagen der Mieterinnen und Mieter aus. Die soziale Balance auf dem Wohnungsmarkt gerät ins Wanken“, sagte er kürzlich vor Vertretern des Deutschen Mieterbundes. Doch eigentlich hätte die Gefahr bereits durch die Mietpreisbremse gebannt sein sollen. Das Gesetz verbietet Vermietern in Städten mit angespanntem Wohnungsmarkt, also in fast allen deutschen Großstädten, bei Wiedervermietung die Miete um mehr als zehn Prozent über die ortsübliche Vergleichsmiete anzuheben. Es ist nun fast ein Jahr in Kraft – und hat nichts gebracht.

Das wird...

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