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12.06.2017

16:29 Uhr

Insiderbarometer

Top-Manager warten auf günstigere Gelegenheiten

VonSusanne Schier

PremiumTop-Manager halten sich mit Aktiengeschäften derzeit zurück. Das Potenzial an der Börse halten sie offenbar für begrenzt. Einen größeren Deal gab es bei einem Zulieferer. Und ein Aufsichtsrat des BVB bewies gutes Gespür.

Einige Aufsichtsratsmitglieder haben Aktien des Autozulieferers verkauft. HELLA KGaA Hueck & Co.

Scheinwerferprüfung im Labor von Hella

Einige Aufsichtsratsmitglieder haben Aktien des Autozulieferers verkauft.

FrankfurtDie Vorstände und Aufsichtsräte sind wieder etwas vorsichtiger, was Käufe und Verkäufe von Aktien ihrer eigenen Unternehmen betrifft. Nur einige wenige Transaktionen wie ein Blockverkauf beim Autozulieferer Hella stechen aktuell ins Auge. In den Wochen zuvor hatten die Topmanager verstärkt Anteilsscheine verkauft. „Privatanleger sollten sich weiter ebenfalls zurückhalten, denn das Potenzial nach oben sieht aus Sicht der Unternehmenslenker sehr beschränkt aus“, betont Olaf Stotz, Professor an der Frankfurt School of Finance & Management. 

Das Insiderbarometer, das Stotz alle zwei Wochen gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management für das Handelsblatt berechnet, hat seinen Rückgang zwar vorerst gestoppt. Es notiert nun leicht...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.06.2017, 11:57 Uhr

Sehr geehrte Frau Schier,

ich habe wenig Zweifel, dass sich Insider bei ihrer eigenen Firma besser auskennen als Außenstehende. Aber sind ihre Käufe und Verkäufe wirklich nachahmenswert? Nehmen Sie als Beispiel einen Verkauf. Mag sein, dass das Motiv dafür "schlechte Unternehmensperspektiven" sind. Aber daneben gibt es noch sehr viele andere Motive. Da wir den wirklichen Grund nicht kennen, sind Schlußfolgerungen nicht möglich und Nachahmungen nicht empfehlenswert.

Vollends kriminell wird es, wenn die Käufe und Verkäufe der Insider als Indiz für die weitere Entwicklung des breiten Marktes angesehen werden. Wer die besten Zukunftsprognosen für den breiten Markt abliefert, mag strittig sein. Immerhin gibt es aber Aktienstrategen, Fondsmanager, Charttechniker, Sentimentumfragen oder Bankberater, die sich tagein und tagaus mit nichts anderem als der zukünftigen Entwicklung der Märkte befassen. Auf der anderen Seite steht eine kleine Zahl von Firmenchefs, die sich nur mit den Geschäften der eigenen Firma befassen. Dass deren Aktionen als "Barometer" für irgend etwas gelten sollen, ist lachhaft.

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