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10.03.2016

08:54 Uhr

Jürgen Stark kritisiert Geldpolitik

Warum die Instrumente der EZB untauglich sind

VonJürgen Stark

PremiumDie EZB bewegt sich längst außerhalb ihres politischen Auftrags, sagt ihr früherer Chefvolkswirt und Ex-Direktoriumsmitglied Jürgen Stark . Die Geldpolitik der Notenbank wird die wirtschaftlichen Probleme des Euro-Raums nicht beheben – aber bald schon zu unbeabsichtigten Folgen führen, glaubt Stark. Ein Gastkommentar.

Der Autor war Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank. Er sagt: „Mit ihrem Aktionismus ignoriert die EZB die geringe Wirksamkeit und die zunehmend erkennbaren negativen Begleiteffekte ihrer Politik.“ Reuters

Jürgen Stark

Der Autor war Chefvolkswirt und Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank. Er sagt: „Mit ihrem Aktionismus ignoriert die EZB die geringe Wirksamkeit und die zunehmend erkennbaren negativen Begleiteffekte ihrer Politik.“

„Es gibt keine Grenze, wie weit wir gewillt sind, mit unseren Instrumenten innerhalb unseres Mandats zu gehen.“ Der Präsident der EZB, Mario Draghi, wurde jüngst mit diesem Satz zitiert. Die Botschaft ist klar: Man ist entschlossen, die Zentralbankpolitik noch tiefer in unbekanntes Gelände zu führen.

Nachdem die Grenzen der Geldpolitik schon längst überschritten worden sind, ist nun alles möglich und erlaubt. Die Aussage untermauert die These vom Paradigmenwechsel der EZB-Geldpolitik seit 2011/12. Die jetzige Führungsspitze der EZB folgt dem neokeynesianischen Paradigma, analog zum vorherrschenden politischen Leitbild der USA.

Der Hinweis, „innerhalb des Mandats“ zu handeln, ist obligatorisch. Diese...

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