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06.02.2017

16:06 Uhr

Bert Rürup zur Bedeutung des Euro

Nur gemeinsam ist Europa stark

VonBert Rürup

PremiumDer Euro ist für die EU so wertvoll wie nie zuvor. Die Gemeinschaftswährung muss gestärkt und als Weltwährung etabliert werden – sonst droht Europa die ökonomische und politische Bedeutungslosigkeit. Eine Analyse.

Eine oft übersehene Eigenschaft des Euros ist es, dass er der EU ein globales Gewicht verleiht. dpa

Euro-Münzen

Eine oft übersehene Eigenschaft des Euros ist es, dass er der EU ein globales Gewicht verleiht.

Nach dem Kollaps des Ostblocks vor fast 30 Jahren und dem Ende der ideologischen Bipolarität der Welt rief der Politologe Francis Fukuyama „Das Ende der Geschichte“ aus. Heute wissen wir: Er hat sich grandios geirrt. Wirtschaftlicher und politischer Liberalismus sind keineswegs alternativlos. Im Gegenteil: Westliche Werte wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Marktwirtschaft und Globalisierung werden in immer mehr Staaten nicht nur infrage gestellt, sondern auch suspendiert. Der Crash des Ostblocks war zweifellos ein Geschichtsbruch, das Ende der Geschichte war er sicher nicht.

Gerade werden wir Zeugen des nächsten Geschichtsbruchs, der Auflösung des Westens. Schon mit seinen ersten Dekreten machte US-Präsident Donald Trump

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

06.02.2017, 16:57 Uhr

In einem Punkte hat der Autor sicher recht: Gegen den Protektionismus von Donald Trump gibt es nur ein Gegenmittel. "Die EU muß politisch und ökonomisch zusammenrücken und ein starkes Gegengewicht zum US-Nationalismus bilden". Ich verstehe darunter, dass die EU-Staaten geschlossen zusammenstehen und bereit sind, amerikanische Importzölle mit Gegenmaßnahmen zu bekämpfen. Ich verstehe darunter auch, dass sich die EU-Länder nicht auseinander dividieren lassen und kein Land ein bilaterales Handelsabkommen mit den USA abschließt.

Nicht verstanden habe ich die Behauptung des Autors, ein zentraler Teil des europäischen Gegengewichts gegen den amerikanischen Protektionismus sei der EURO, der im übrigen nur in 19 der 28 EU-Staaten als Zahlungsmittel gilt. Mag sein, dass der EURO die wirtschaftliche Bedeutung der EU unterstreicht. Aber taugt die gemeinsame Währung von 19 EU-Ländern wirklich, den Freihandel gegen Zollmauern zu schützen?

Herr Matthias Moser

06.02.2017, 17:35 Uhr

Im Prinzip ist das richtig. Nur, wenn die Südländer sich nachhaltig und dauerhaft auf den Nordländern ausruhen oder aber eben ihre Gewohnheiten nicht den Notwendigkeiten der Globalisierung anpassen (?wollen)... dann ist das auf Dauer nicht tiolerierbar.

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