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12.02.2017

16:30 Uhr

DIW-Chef Marcel Fratzscher

Deutscher Protektionismus

VonMarcel Fratzscher

PremiumVom deutschen Exportmodell profitiert nur ein Teil der Wirtschaft, meint DIW-Chef Marcel Fratzscher. Für die Volkswirtschaft als Ganzes dürften die permanenten Überschüsse sogar schädlich sein.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hält die deutsche Exportstrategie für riskant. Stiftung Bürgermut

Experte für Exporte

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hält die deutsche Exportstrategie für riskant.

DüsseldorfDie Kritik der US-Regierung an Deutschlands Handelsbilanzüberschüssen hat hierzulande kollektive Empörung ausgelöst. Vieles an dieser Kritik ist falsch – wie der Vorwurf, Deutschland manipuliere den Euro und missbrauche die EU für seine Interessen. Aber es gibt auch einen wahren Kern an dieser Kritik, mit der uns seit langem auch unsere europäischen Nachbarn konfrontieren. Diese Kritik lautet: Der hohe Exportüberschuss spiegelt wider, dass sich Deutschland protektionistisch verhält. Das ist ein harter Vorwurf. Stimmt er?

Es gibt einen ungewöhnlich breiten und starken internationalen Konsens, dass Deutschlands Leistungsbilanzüberschuss von rund 270 Milliarden Euro oder fast neun Prozent der Wirtschaftsleistung viel zu hoch...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.02.2017, 12:53 Uhr

Sehr geehrter Herr Fratzscher,

vielleicht sollten Sie Ihre Argumente verständlicher formulieren, Roß und Reiter nennen. Mein Mann ist promovierter Volkswirt. Nach mehrmaliger Lektüre zitiert er Goethes Faust: "Mir wird von alledem so dumm. als ging mir ein Mühlstein im Kopf herum".

Was die Leistungsbilanzüberschüsse betrifft, so rate ich zu etwas Geduld. Bei einem Regierungswechsel in Richtung rot-rot-grün werden wir sicher bald über unsere Verhältnisse leben. Dann hat sich das ganze Thema erledigt.

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