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14.11.2016

16:17 Uhr

Folgen für die deutsche Wirtschaft

Die zwei Seiten des Trump-Effekts

VonDirk Heilmann

PremiumDie Angst vor einem Präsidenten Trump war auch in Deutschland groß. Dabei könnte die Industrie hierzulande kurzfristig profitieren. Auf lange Sicht dürfte es unsere Exportwirtschaft jedoch hart treffen. Eine Analyse.

Macht der künftige Präsident sein Versprechen wahr und schotte die USA ab? Reuters

Doppelter Trump in einem Spiegel

Macht der künftige Präsident sein Versprechen wahr und schotte die USA ab?

DüsseldorfDie Angst vor dem wirtschaftlichen Schaden, den Donald Trump als US-Präsident anrichten könnte, ist auch in Deutschland groß. Der Handelsblatt Business Monitor zeigte kurz vor der Wahl, dass die Mehrheit der Führungskräfte deutscher Unternehmen mit negativen Auswirkungen rechnet. 75 Prozent erwarten durch Trumps Politik negative Folgen für die US-Wirtschaft und 64 Prozent auch für die deutsche. Findige Köpfe der Zeitung „Die Welt“ haben sogar schon auf den Cent genau ausgerechnet, wie viel jeder Deutsche unter einem Präsidenten Trump innerhalb von acht Jahren verlieren dürfte: 34.662,50 Euro.

Doch weder moralische Empörung noch pauschale Ängste und schon gar nicht solche Bierdeckel-Kalkulationen...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

14.11.2016, 17:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Heilmann,

endlich, endlich. Endlich analysiert jemand die Trump-Wahl nicht als Angst und Schrecken verbreitende Sensation, sondern nüchtern und rational.

Noch nicht ganz klar ist mir Ihr Unterschied zwischen kurz- und langfristigen Wirkungen.

Also wenn Deutschland kurzfristig mehr Maschinen und Fahrzeuge in die USA exportiert, dann ist schwer zu erkennen, wie sich diese positive Wrkung langfristig in ihr Gegenteil verkehren soll.

Nicht so ganz einsichtig ist mir auch, warum ein Rückfall der USA in den Protektionismus das Wachstum des Welthandels bremsen soll. Sehen wir das Thema einfach einmal aus der Sicht der deutschen Wirtschaft. Wenn es aufgrund von Zöllen weniger attraktiv wird in die USA zu exportieren, versuchen die Firmen alle verbleibenden Handelsbeziehungen auszubauen. Wir hätten somit als Ergebnis eine Umlenkung des Welthandels in zollfreie Regionen und nicht unbedingt eine Einschränkung.

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