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06.12.2016

10:33 Uhr

Krise der empirischen Ökonomie (2)

Versuch und Irrtum

VonNorbert Häring

PremiumÖkonomen huldigen dem Kult der statistischen Signifikanz – trotz einschlägiger Warnungen. Dazu beigetragen haben dürfte das Aufkommen billiger und mächtiger statistische Softwarepakete.

Führt das Zocken zu höheren Preisen – oder doch nicht? imago stock&people

Demo gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln

Führt das Zocken zu höheren Preisen – oder doch nicht?

FrankfurtAls Bundespräsident Joachim Gauck Finanzspekulation mit Agrarrohstoffen kritisierte, brachte das 40 Agrarökonomen auf die Palme. Sie wiesen den Präsidenten in einem offenen Brief darauf hin, dass seine Kritik „nicht dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand entspricht“. Im zugrunde liegenden Arbeitspapier schrieben die Autoren: „Die weit überwiegende Mehrheit der Studien kann nicht bestätigen, dass die Terminmarktspekulation das Niveau der Preise der Agrarrohstoffe signifikant erhöht hat.“ Dasselbe gelte für Preisschwankungen. Die Annahme hinter Gaucks Kritik widerspreche den wissenschaftlichen Erkenntnissen diametral.

Das ist ein prominentes Beispiel für eine verbreitete Fehlinterpretation des Konzepts der statistischen Signifikanz. Aus dem Fehlen eines „signifikanten“ Beweises folgert man den Beweis...

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