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01.06.2015

17:13 Uhr

Leitartikel von Bert Rürup

Der große Irrtum der Keynesianer

VonBert Rürup

PremiumEine Nachfragestimulierung durch leichtere Geldpolitik wäre die falsche Antwort auf die derzeitige Wachstumsschwäche. Billiges Geld regt weniger reale Investitionen an als kreditgetriebene Spekulation, meint Bert Rürup.

Anstatt weiterer Zinssenkungen bis in den negativen Bereich sind Investitionsprogramme angesagt. dpa

Die Zentrale der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main

Anstatt weiterer Zinssenkungen bis in den negativen Bereich sind Investitionsprogramme angesagt.

DüsseldorfGeringes Wachstum, Unterbeschäftigung, flache Inflation, niedrige Zinsen, aber hohe Pro-Kopf-Einkommen – dies beschreibt die aktuelle Lage vieler Industrieländer. Etliche Ökonomen fühlen sich an ihr dogmengeschichtliches Studium und insbesondere an Alvin Hansen und seine im Jahre 1938 vorgestellte Theorie von der „säkularen Stagnation“ erinnert. Hansen beobachtete, dass damals die US-Bevölkerung nur sehr langsam zunahm und die Arbeitslosigkeit auch Jahre nach der Weltwirtschaftskrise nicht sank. Er sah das schwache Bevölkerungswachstum als Grund für die geringe Investitionstätigkeit und die damit verbundene anhaltende Unterbeschäftigung.

Da aber die ökonomische Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg diese These widerlegte, suchte man in den gängigen Ökonomielehrbüchern vergebens...

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