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23.10.2016

08:00 Uhr

Parallelen zum „Schwarzen Montag“ 1987

Charttechniker schlagen Alarm

VonGeorgios Kokologiannis

PremiumSteht die Wall Street vor einem Kursrutsch? Technische Analysten warnen vor Parallelen zum Oktober-Crash vor 29 Jahren am US-Aktienmarkt. Sie zeigen sich damit viel kritischer als ihre fundamental orientierten Kollegen.

Experten erkennen beunruhigende Gemeinsamkeiten zwischen Kursverläufen von damals und heute. dpa

Börse in New York im Herbst 1987

Experten erkennen beunruhigende Gemeinsamkeiten zwischen Kursverläufen von damals und heute.

FrankfurtEs sind die Crash-Warnungen zweier Großbanken, die für wachsendes Unbehagen an den ohnehin schon nervösen Aktienmärkten sorgen. Gerade in der laufenden Woche, in der sich der „Schwarze Montag“ an der Wall Street von 1987 jährt, schrecken die warnenden Studien die Anleger auf. Behalten die Anlageprofis der amerikanischen Megabank Citigroup und des größten europäischen Geldhauses HSBC recht, dann droht dem weltweit wichtigsten Handelsplatz für Aktien in New York ein massiver Rückschlag, falls die Indizes von Dow Jones & Co. noch ein paar Punkte tiefer rutschen.

Alarm schlagen die technischen Analysten der Citigroup und von HSBC. Unabhängig voneinander haben sie die...

Kommentare (1)

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Herr Martin Bruch

24.10.2016, 13:43 Uhr

Die wesentliche Wirkung der Chartanalyse ist die, das es eine Herde von Nachläufern gibt, die sich daran orientieren und dann eben eine gewisse Wirkung auf die Märkte ausüben. Kleines Beispiel: Es kommt eine Fehlmeldung, die Kurse fallen um ein paar Prozent. Dieses Tief wird dann als Orientierungspunkt für weitere, angelegte Graden verwendet, die in die Zukunft gerichtet sind. Ohne diese Fehlmeldung würde die Gerade vollkommen anders verlaufen.
Vielleicht noch eine kleine Anekdote, die dieses Verhalten kennzeichnet: Ein Trapper im Norden Kanadas hakt Holz für den Winter. Da kommt ein Indianer vorbei. Der Trapper fragt den Indianer, ob es ein kalter Winter wird, damit er sich rechtzeitig mit Holz versorgen kann. Der Indianer sagt, er wüsste nicht so recht, vielleicht mild, aber vielleicht auch streng. Also hakt der Trapper vorsichtshalber mehr Holz, als der Indianer wieder vorbei kommt. Der Trapper fragt, ob er mehr über den Winter weiß und der Indianer sagt, es werde wohl ein ziemlich kalter Winter werden. Der Trapper hakt weiteres Holz und als der Indianer wieder kommt fragt der Trapper, ob es Neuigkeiten zum Winterwetter gäbe worauf der Indianer sagt, es werde diesmal ein sehr strenger Winter. Jetzt interessiert den Trapper doch, woher die alten Indianerweisheiten kommen. Darauf antwortet der Indianer. Es muss ein ziemlich kalter Winter werden, Weißer Mann hakt viel Holz.

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